
“Bedenkt der Mensch denn nicht, dass Wir ihn schon zuvor erschufen, als er ein Nichts war?”
(Sure Maryam: 67)
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Wenn ein Mensch seinen gesunden Menschenverstand nicht benutzt und nicht nach einer plausiblen Antwort auf die Frage "Wie bin ich entstanden?" sucht, wird er zu einer unlogischen Einstellung gelangen und sich sagen: "Irgendwie bin ich nun mal entstanden!" Mit solch einer Einstellung beginnt er dann auch meist einen Lebenswandel, der es ihm nicht mehr gestattet, sich noch einmal mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Dabei sollte ein Mensch mit einem gesunden Verstand darüber nachdenken, wie er entstanden ist und die Bedeutung seines Lebens dementsprechend festlegen. Er sollte sich nicht davor fürchten, zu dem Schluss zu gelangen: "Ich bin erschaffen worden", so wie es einige Menschen tun. Diese Menschen wollen ihrem Schöpfer gegenüber keine Verantwortung übernehmen. Sie fürchten sich davor, ihren Lebensstil, ihre Gewohnheiten und Weltanschauung, die für sie bislang Gültigkeit hatten, zu ändern, falls sie die Tatsache ihrer Schöpfung anerkennen. Daher laufen sie vor dem Gehorsam gegenüber ihrem Schöpfers davon. Jene, die diese Geisteshaltung in sich tragen, sind die, die Allah im Quran mit den Worten beschreibt: "Und sie leugneten sie in Böswilligkeit und Hochmut, obwohl sie innerlich davon überzeugt waren." (Sure an-Naml: 14)
Auf der anderen Seite wird ein Mensch, der sein Leben mit Einsicht und menschlichem Verstand beurteilt, nichts anderes als die Zeichen der Schöpfung Allahs in sich sehen. Er wird erkennen, dass sein Dasein vom Zusammenspiel tausender komplizierter Systeme abhängig ist, von dem er keines selbst erschuf oder kontrolliert. Er wird begreifen, dass er erschaffen wurde und, seinen Schöpfer erkennend, wird er versuchen zu verstehen, für welchen Zweck Er ihn schuf.
Für jeden, der versucht, die Bedeutung Seiner Schöpfung zu verstehen, gibt es einen Leitfaden: Den Quran. Dieses Buch ist eine "Rechtleitung", die ihm und allen Menschen auf der Erde von ihrem Schöpfer gesandt wurde.
Die Tatsache, dass die Schöpfung genauso wie im Quran beschrieben, abgelaufen ist, enthält für jene, die verständig sind, einen wichtigen Sinn.
| Und Allah hat euch aus Staub erschaffen, dann aus einem Samentropfen; dann machte Er euch zu zwei Geschlechtern. Und keine Frau wird schwanger oder kommt nieder ohne Sein Wissen. Und kein Betagter wird älter oder weniger alt, ohne dass es in einem Buch festgelegt wäre. Siehe, all dies ist Allah ein leichtes.
(Sure al-Fatir: 11) |
Die folgenden Seiten bieten jenen mit Einsicht und gesundem Menschenver-stand vielfältige Informationen, die zeigen, wie sie erschaffen wurden und die auf die Wunder dieser Schöpfung hinweisen.
Die menschliche Schöpfungsgeschichte beginnt an zwei voneinander sehr entfernten Orten. Der Mensch tritt ins Leben durch die Vereinigung von zwei unterschiedlichen Substanzen, die in den Körpern von Frau und Mann unabhängig voneinander, aber dennoch in perfekter Harmonie zueinander entstehen. Es ist offensichtlich, dass das Sperma im männlichen Körper nicht durch den Willen und unter der Kontrolle des Mannes produziert wird, wie auch das Ei im weiblichen Körper nicht durch den Willen und die Kontrolle der Frau gebildet wird. In der Tat sind sich beide dieser Ereignisse nicht einmal bewusst.
Wir erschufen euch. Warum wollt ihr dann die Wahrheit nicht annehmen? Was meint ihr? Was bei euch an Samen austritt: Habt ihr es erschaffen oder sind Wir die Schöpfer? (Sure al-Waqi'a: 57 - 59)
Es ist offensichtlich, dass beide Substanzen, welche von Mann und Frau kommen, aufeinander abgestimmt wurden. Die Erschaffung, deren Vereinigung und die Umwandlung zu einem neuen Menschen, sind wirklich große Wunder.
| Die Innenansicht der Hoden und die Spermien |
DIE HODEN UND DAS SPERMA

Das Sperma, das den ersten Schritt in der Schöpfung eines neuen Menschen ausmacht, wird außerhalb des männlichen Körpers produziert. Der Grund dafür liegt darin, dass Sperma nur in einer Umgebung produziert werden kann, die 2 Grad kühler als die normale Körpertemperatur ist. Um die Temperatur zu stabilisieren, sind die Hoden mit einer speziellen Haut überzogen. Sie zieht sich in kaltem Wasser zusammen und dehnt sich in heißem Wasser, hält somit die Temperatur konstant. Reguliert der Mann dies selbst, stellt er selbst diesen feinen Ausgleich her? Sicherlich nicht. Der Mann ist sich dessen noch nicht einmal bewusst. Jene, die sich weiterhin gegen die Tatsache der Schöpfung wehren, können nur sagen, dass dies eine noch nicht entdeckte Funktion des menschlichen Körpers darstellt. Die Definition unentdeckte Funktion ist nichts als ein Name.
Es werden in den Hoden pro Minute ungefähr 1.000 Samenfäden produziert, die ein spezielles Design für die Fortbewegung auf dem Weg zu den weiblichen Eierstöcken besitzen, eingenau angepasstes Design, als ob sie ihr Ziel kennen würden. Das Spermium besteht aus einem Kopf, einem Hals und einem Schwanz. Sein Schwanz hilft ihm, wie ein Fisch in die Gebärmutter zu gelangen.
Sein Kopfteil, der einen Teil des genetischen Codes des Babys enthält, ist mit einem speziellen Schutzschild bedeckt. Die Funktion dieses Schutzschildes zeigt sich beim Eintritt in die Gebärmutter, einer säurehaltigen Umgebung, die der Mutter als Schutz vor Mikroben dient. Zweifellos wurde der Samenfaden von "Jemandem" mit einem Schutzschild ausgestattet, der sich dieses Säuregehalts bewusst war.
Es sind nicht nur Millionen von Spermien, die in die Gebärmutter gespritzt werden. Samenflüssigkeit ist eine Mixtur aus verschiedenen Flüssigkeiten. Der Quran hebt diese Tatsache im folgenden Vers hervor:
Gab es nicht vor Erscheinen des Menschen einen langen Zeitraum, indem er nichts Erwäh-nenswertes war? Siehe, Wir erschufen den Menschen fürwahr aus einem Tropfen Samen, der sich (mit der Eizelle) vermischt, um ihn zu prüfen. Und Wir gaben ihm Gehör und Augen. (Sure al-Insan: 1 - 2)
Die Spermaflüssigkeit enthält Zucker, der die Energie liefert, die das Spermium benötigt, außerdem ist die Flüssigkeit basisch, um die Säure in der Gebärmutter zu neutralisieren und eine gleitfähige Umgebung für die Fortbewegung der Spermien zu ermöglichen. An diesem Beispiel sehen wir wieder, dass zwei von einander unabhängige Wesen aufeinander abgestimmt erschaffen wurden. Das Spermium unternimmt eine schwierige Reise durch den Körper der Mutter bis es die Eizelle erreicht. Nur ungefähr 1000 der 200 - 300 Millionen Spermien erreichen die Eizelle.
DIE EIZELLE
Während das Sperma auf die Eizelle abgestimmt ist, ist die Eizelle auf der anderen Seite darauf ausgerichtet, der Keim des Lebens in einer völlig anderen Umgebung zu sein... Zunächst ist sich die Frau nicht darüber bewusst, dass sich ein Ei, das in den Eierstöcken herangereift ist, sich in den Endungen der Gebärmutter, den Eileitern, verfangen hat. Das Ei beginnt nun, sich mit Hilfe der Bewegung der Flimmerhärchen im Innern des Eileiters weiter zu bewegen. Das Ei ist lediglich so groß wie ein halbes Salzkorn.
Samenfäden rund um die Eizelle | 
Augenblick der Vereinigung
Eins der Samenfäden dringt nach einer langen und schwierigen Reise für die Befruchtung in die Eizelle ein. |
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Die Stelle, an der sich Eizelle und Samenzelle treffen, ist der Eileiter. Hier beginnt die Eizelle eine besondere Flüssigkeit abzusondern. Mit Hilfe dieser Absonderung, findet das Spermium den Ort, an dem sich die Eizelle befindet. Wenn wir sagen, dass die Eizelle "damit beginnt abzusondern", dürfen wir nicht vergessen, dass es sich hier nicht um einen Menschen oder ein mit Bewusstsein ausgestattetes Lebewesen handelt. Es kann nicht mit Zufall erklärt werden, dass eine mikroskopische Eiweißmasse einen solchen Akt selbst "entscheidet" und ihn dann "vorbereitet" und eine chemische Substanz absondert, um das Spermium dadurch auf sich aufmerksam zu machen. Es steckt offensichtlich ein Design dahinter. Kurz, das Fortpflanzungssystem des Körpers ist dafür entworfen, Eizelle und Spermium zu vereinen. Das heißt, dass das Fortpflanzungssystem der Frau entsprechend den Bedürfnissen des Spermiums und dass das Spermium gemäß der Umgebungs-bedingungen innerhalb des weiblichen Körpers geschaffen wurden.
ZUSAMMENTREFFEN VON SPERMIUM UND EIZELLE
Wenn sich die Samenflüssigkeit, der Eizelle nähert, "entschließt sich" das Ei wiederum, eine besondere Flüssigkeit abzusondern, die speziell auf das Spermium abgestimmt ist, und dessen Schutzschild auflöst. Dadurch werden die sich lösenden Enzyme am Ende der Samenfäden frei. Wenn das Sperma die Eizelle erreicht, bohren diese Enzyme die Membran der Eizelle auf. Die Samenfäden, die die Eizelle umkreisen, stehen in einem großen Wettbewerb, um in sie eindringen zu können, da im Allgemeinen nur ein Samenfaden die Eizelle befruchten kann.
Die Quran-Verse, die dieses Stadium beschreiben, sind sehr interessant. Im Quran wird bestätigt, dass ein menschliches Wesen aus dem Auszug einer Grundflüssigkeit geschaffen ist, der Samenflüssigkeit.
Dann bildete Er seine Nachkommen aus dem Tropfen einer verächtlichen wässerigen Flüssigkeit. (Sure al-Sadscha: 8)
Wie uns der Vers zeigt, ist es nicht die Flüssigkeit die die Spermien enthält an sich, die das Ei befruchtet, sondern lediglich ein "Auszug" aus ihr. Tatsächlich ist ein einzelner Samenfaden im Inneren das Befruchtungsmittel, und außerdem die Chromosomen im Sperma, die wiederum "ein Auszug" des Ganzen sind.
 
Wenn sich die Samenflüssigkeit, die das Ei befruchten will, der Eizelle nähert, “entschließt sich” (!) das Ei plötzlich, eine besondere Flüssigkeit abzusondern, welche speziell auf das Spermium abgestimmt ist, und dessen Schutzschild auflöst. Folglich werden die sich lösenden Enzyme am Ende der Samenfäden, die speziell auf die Eizelle abgestimmt sind, herausgeschleudert und liegen nun frei. Wenn das Sperma die Eizelle erreicht, bohren diese Enzyme die Membrane der Eizelle auf, um das Sperma eindringen zu lassen. |
Wenn die Eizelle einen Samenfaden einlässt, ist es keinem anderen mehr möglich einzudringen. Der Grund hierfür liegt in dem elektrischen Feld, welches um die Eizelle herum existiert. Der Bereich um das Ei ist negativ geladen, und sobald der erste Samenfaden in die Einzelle eindringt, ändert sich diese Ladung ins Positive. Daher beginnt die Eizelle, die nunmehr über die gleiche Ladung verfügt wie die außen befindlichen Spermien, die anderen Spermien abzustoßen.
Die mit einer einzigen Zelle gestartete Entwicklung, fährt mit der ständigen Teilung der Zellen fort.
 
Sie sehen die am Uterus der Mutter festgeklammerte Zygote. |
Das heißt, dass die elektrischen Ladungen dieser beiden Substanzen, die unabhängig und getrennt von einander gebildet werden, ebenfalls aufeinander abgestimmt sind.
Schließlich verbindet sich die männliche DNS des Spermiums mit der weiblichen DNS der Eizelle. Nun befindet sich der erste Keim, die Zygote, die erste Zelle eines neuen Menschen im Mutterleib.
DAS BLUTGERINNSEL, DAS SICH IN DER GEBÄRMUTTER FESTKLAMMERT

Wenn sich der Samen des Mannes mit der Eizelle der Frau wie oben beschrieben vereint, ist die Grundlage für das zu gebärende Kind gelegt. Die Zygote wird sofort beginnen, sich zu teilen und durch Teilung zu wachsen und sie wird schließlich zu Fleisch.
Die Zygote klammert sich wie die Wurzeln einer Pflanze im Boden mittels ihrer Verlängerungen in der Gebärmutter fest. Durch diese Verbindung kann die Zygote die für ihre Entwicklung essentiellen Substanzen vom Körper der Mutter beziehen.
Solch ein Detail würde nicht ohne fundierte Kenntnis der Physiologie bekannt sein. Es ist offensichtlich, dass niemand ein solches Wissen vor vierzehn Jahrhunderten besaß. Wie interessant ist es doch da, dass im Quran, wenn Allah von der Zygote im Mutterleib spricht, von einem "Blutklumpen" die Rede ist:
Lies! Im Namen deines Herrn, Der erschuf. Erschuf den Menschen aus einem sich Anklammernden. Lies! Denn dein Herr ist gütig. (Sure al-'Alaq: 1 - 3)
Glaubt der Mensch etwa, unbeachtet gelassen zu werden? War er denn nicht ein Tropfen ausfliessenden Samens? Dann war er (als Embryo) ein sich Anklammerndes, und so schuf Er ihn und formte ihn. Und machte aus ihm Mann und Frau als Paar. (Sure al-Qiyama: 36 - 39)
Die arabische Bedeutung des Wortes "Blutklumpen" ist "ein Ding, das sich an einem Platz festklammert". Das Wort wird wörtlich benutzt, um Blutsauger zu beschreiben, die sich an einem Körper festklammern, um Blut zu saugen. Es ist offensichtlich die beste Umschreibung für die Zygote, die nichts anderes tut, als sich an der Gebärmutter festzusaugen und ihre Nahrung durch sie aufzunehmen.
  | DIE DREI DUNKLEN BEREICHE Die Entwicklung des Kindes erfolgt nach der Befruchtung in drei Bereichen. Diese drei Bereiche sind:
1. Der Eileiter: dieser Bereich befindet sich dort, wo sich das Spermium und die Eizelle vereinigt haben und der Eierstock mit der Gebärmutter verbunden ist.
2. Das Gebiet im Inneren des Uterus (Gebärmutter), wo sich die Zygote für seine Entwicklung anklemmt.
3. Das Gebiet, in dem der Embryo seine Entwicklung in einem mit spezieller Flüssigkeit gefülltem Sack fortführt.
“...Er erschafft euch in den Schößen eurer Mütter, Schöpfung nach Schöpfung, durch drei Finsternisse. So ist Allah, euer Herr. Sein ist das Reich. Keinen Gott gibt es außer Ihm. Wie könnt ihr euch dann abwenden?” (Sure az-Zumar: 6) |
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Der Quran hat noch mehr über die Zygote zu enthüllen. Im perfekten Klammersitz innerhalb der Gebärmutter beginnt die Zygote sich zu entwickeln. Der Uterus der Mutter ist inzwischen mit Fruchtwasser gefüllt das die Zygote umgibt. Die wichtigste Funktion des Fruchtwassers ist, das Baby gegen Stöße von außen zu schützen. Im Quran wird diese Tatsache wie folgt offenbart:
Erschufen Wir euch nicht aus einer verächtlichen Flüssigkeit. Und brachten sie an einen sicheren Ort. (Sure al-Mursalat: 20 - 21)
Alle Informationen, die durch den Quran über die Schaffung des Menschen gegeben werden, zeigen uns, dass der Quran aus einer Quelle kommt, die sich bis ins kleinste Detail mit der Gestaltung des Menschen auskennt. Diese Umstände beweisen wieder einmal, dass der Quran das Wort Allahs ist.
Inzwischen verändert sich der Embryo, der anfänglich einem Gallert ähnelte, grundlegend. In der anfänglich weichen Struktur bilden sich harte Knochen aus, um dem Körper die Fähigkeit zu geben, aufrecht stehen zu können. Die Zellen, die zu Beginn allesamt gleich waren, spezialisieren sich: einige bilden lichtempfindliche Augenzellen, andere werden zu Nervenzellen, die empfindlich auf Kälte, Hitze und Schmerz reagieren und einige zu Zellen, die empfindlich gegenüber Geräuschen sind. Entscheiden die Zellen selbst über ihre Differenzierung? Entscheiden sie selbst darüber, ob sie ein menschliches Herz oder Auge bilden und bewältigen dann ihre unglaubliche Aufgabe? Oder wurden sie entsprechend ihres Zwecks geschaffen? Weisheit, Intellekt und Seele werden der zweiten Alternative zustimmen.
Am Ende dieser Prozesse schließt das Baby seine Entwicklung innerhalb des Mutterleibes ab, dann wird es in diese Welt geboren. Nun ist es 100 Millionen Mal größer und 6 Milliarden Mal schwerer als zu Beginn...
Das ist die Geschichte über unseren ersten Schritt ins Leben, nicht irgendwelcher anderer Organismen. Was kann für den Menschen wichtiger sein als die Quelle dieser erstaunlichen Schöpfung zu finden?
WÄHREND DIE AUGEN ENTSTEHEN...
Das Auge des Embryos, welches im ersten Stadium aus einem schwarzen Punkt entsteht, bekommt seine endgültige Form während der folgenden Monate. |
Es ist vollkommen unlogisch zu denken, dass sich all diese komplizierten Funktionen durch ihre eigene Willenskraft ereignen. Niemand hat die Macht, sich selber zu erschaffen oder eine andere Person oder irgendein anderes Objekt. Allah erschafft all die Ereignisse, die bis jetzt beschrieben wurden, jeden Augenblick, jede Sekunde und jede Stufe.
| Oder wurden sie aus nichts erschaffen? Oder sind sie etwa (selbst) die Schöpfer? Oder haben sie die Himmel und die Erde erschaffen? Nein! Sie sind völlig im Ungewissen.. (Sure at-Tur: 35-36) |
Und Allah hat euch aus Staub erschaffen, dann aus einem Samentropfen; dann machte Er euch zu zwei Geschlechtern. Und keine Frau wird schwanger oder kommt nieder ohne Sein Wissen. Und kein Betagter wird älter oder weniger alt, ohne dass es in einem Buch festgelegt wäre. Siehe, all dies ist Allah ein leichtes. (Sure al-Fatir: 11)
Unser Körper, der aus nur einem Tropfen Sperma entstanden ist, besitzt Millionen empfindlicher Gleichgewichte. Auch wenn sie uns nicht bewusst sind, so haben wir doch extrem komplexe und feine Systeme in unserem Körper, die uns helfen zu überleben. All diese Systeme sind von dem einzigen Besitzer, Schöpfer und Herrn des Menschen, von Allah, entworfen worden und werden von Ihm gesteuert, um uns begreifbar zu machen, dass wir erschaffen wurden.
Der Mensch wurde von Allah erschaffen. Da er erschaffen wurde, wird er nicht sich selbst überlassen sein.
O Mensch! Was hat dich deinem großzügigen Herrn entfremdet, Der dich erschaffen, gebildet und wohlgeformt hat? Dich in der Gestalt, die Ihm beliebte, zusammengefügt hat?
(Sure al-Infithar: 6-8)
  
Das Menschengesicht in den ersten Tagen und seine endgültige Gestalt...
Allah ist es, Der die Erde euch zu einem Rastplatz und den Himmel zu einem Zeltdach gemacht hat und Der euch formte - und eure Gestalt schön machte! … (Sure Ghafir: 64) |
MUTTERMILCH...
DER SAUGREFLEX
Die Babys kommen auf die Welt, wobei sie schon im Mutterleib den Saugreflex erlernt haben. Die Saugübungen, die schon im Mutterleib mit dem Saugen am Finger anfangen, sind für die Ernährung des Babys nach der Geburt sehr wichtig. Denn das Baby hat keine andere Möglichkeit seine einzige Nahrung, die Muttermilch, zu sich zu nehmen. |
Die Ernährung des neugeborenen menschlichen Wesens, das aus einem Spermium entstanden ist, ist ein weiteres Wunder für sich. Die Muttermilch ist die optimale Nahrung, die weder durch die Hilfe der Mutter noch durch irgend jemand anderen produziert wird.
Dank ihrer Zusammensetzung ist die Muttermilch eine exzellente Nahrungsquelle für das Neugeborene. Es ist eine Substanz, die sowohl die Widerstandskraft der Mutter als auch die des Babys gegenüber Krankheiten stärkt. Ärzte bestätigen, dass künstliche Babynahrung nur gewählt werden soll, wenn die Milch der Mutter nicht ausreichend ist und dass der Säugling besonders während der ersten Monate mit Muttermilch ernährt werden sollte. Lassen Sie uns nun die Merkmale dieser Milch betrachten:
* Die interessanteste Besonderheit der Muttermilch ist, dass sich ihre Konzentration entsprechend den Entwicklungsphasen des Babys ändert. Die Menge an Kalorien und der Nährwert richten sich auch danach, ob die Geburt des Babys verfrüht oder pünktlich eintrat. Wenn das Baby verfrüht kam, so sind Fett- und Eiweißkonzentration in der Muttermilch höher als es ein Baby normalerweise benötigen würde, denn ein zu früh geborenes Baby braucht mehr Kalorien.
* Komponenten des Immunsystems, wie Antikörper werden dem Säugling fertig zubereitet mit der Muttermilch verabreicht. Wie professionelle Soldaten verteidigen sie den Körper, zu dem sie eigentlich nicht gehören und schützen den Säugling vor seinen Feinden.
* Die Muttermilch ist antibakteriell. Obwohl sich in normaler Milch, wenn sie 6 Stunden bei Raumtempe-ratur aufbewahrt wird, Bakterien bilden, entstehen in der Muttermilch in derselben Zeit keine Bakterien.
* Sie schützt das Kind vor Arterienverhärtung.
* Sie wird schnell verdaut.
Wir wissen, dass keine der in modernen Labora-torien durch Diätexperten hergestellte Babynahrung so vorteilhaft ist, wie die natürliche Muttermilch. Wie können wir die Frage beantworten: "Wer stellte die Muttermilch in einem menschlichen Körper her, wenn die Mutter selbst sich der Produktion nicht bewusst ist und sie bisher im Vergleich zu der unter Labor-bedingungen hergestellten Milch von besserer Qualität ist? Es ist ziemlich klar, dass unser Schöpfer die Muttermilch für das Baby schuf, das sie benötigt...
MASCHINEN IN UNSEREM KÖRPER
Im Quran hat Allah in vielen Versen die Menschen auf ihre Schöpfung aufmerksam gemacht und sie aufgefordert, darüber nachzudenken: "O Mensch! Was hat dich deinem großzügigen Herrn entfremdet, Der dich erschaffen, gebildet und wohlgeformt hat? Dich in der Gestalt, die Ihm beliebte, zusammengefügt hat?" (Sure al-Infithar: 6-8)Der Mensch ist ein von Allah in einer bestimmten Ordnung und mit bestimmter Gestalt geschaffenes, mit den kompliziertesten, perfektesten und überragendsten Systemen ausgestattetes Wesen.
Der menschliche Körper besteht aus Fleisch und Knochen und wiegt durchschnittlich 60-70 kg. Wie wir wissen, verdirbt Fleisch nach ein paar Stunden, wenn es ungeschützt aufbewahrt wird, und nach ein paar Tagen wird es von Würmern befallen und verbreitet einen unerträglichen Geruch. Aus diesem schnell verderblichen Stoff besteht unser Körper größtenteils. Jedoch versorgt der Blutkreislauf den Körper und die Haut schützt ihn vor Bakterien, wodurch er 70-80 Jahre sicher und ohne zu verderben aufbewahrt wird.
Die Eigenschaften des menschlichen Körpers sind faszinierend. Jedes unserer fünf Sinnesorgane ist für sich allein ein Wunder. Der Mensch nimmt seine Welt durch diese Sinne wahr und kann durch die Einheit dieser Sinne sein Leben bequem fortführen. Wenn man die Fähigkeiten des Sehens, Hörens, Schmeckens, Fühlens und Riechens betrachtet, erkennt man an den Details und deren perfekten Konstruktionen, dass sie alle ein Beweis für die Existenz eines Schöpfers sind.
Dabei beschränken sich die wundervollen Konstruktionen des menschlichen Körpers nicht nur auf seine Sinnesorgane, vielmehr sind alle unsere Organe ein Geheimnis für sich. Jedes einzelne besitzt Eigenschaften die unseren Bedürfnissen genau entsprechen. Wenn man sich nur vorstellt, wie schwer es für uns wäre, ohne Hände auf die Welt zu kommen. Was wäre, wenn wir keine Beine hätten oder unser Körper anstelle der Haut mit Schuppen, Stacheln oder mit einem Panzer umhüllt wäre?
Hinzu kommen noch die komplizierten Systeme der Atmung, Ernährung und Fortpflanzung und die Ästhetik des menschlichen Körpers. Wie wir sehen, besitzt unser Körper viele empfindliche Systeme. Diese Systeme, die voneinander völlig abhängig sind, haben eine optimale Verbindung mit anderen Systemen im Körper und durch diese Zusammenarbeit kann der menschliche Körper seine lebenswichtigen Funktionen problemlos ausführen.
Darüber hinaus meistert er das alles ohne Anstrengungen oder Schwierigkeiten, während der Mensch selbst dies oft gar nicht wahrnimmt. Wann der Magen mit der Verdauung beginnt oder damit aufhört, von seinem Herzrhythmus, wie sein Blut die notwendigen Stoffe an die richtigen Stellen transportiert, vom Hören bis zum Sehen geschieht vieles ohne sein Wissen.
Im menschlichen Körper ist ein fehlerfreies System eingebaut, das auf perfekte Weise arbeitet. Das ist die Schöpfung Allahs, Der vom Himmel bis zur Erde alles verrichtet und in Gang setzt. Allah schuf alles im Universum, alle Details, alle Lebewesen mit ihren notwendigen Eigenschaften. Auch der menschliche Körper gibt uns bei genauer Betrachtung das Werk Allahs, Seine mustergültige und einzigartige Schöpfungskunst als Beweis zur Kenntnis.
Allah macht auf die Vollkommenheit im Universum in der Sure al-Mulk so aufmerksam:
...Du erblickst in der Schöpfung des Erbarmers kein Missverhältnis. So schau dich von neuem um, ob du Mängel siehst! Dann lass den Blick ein weiteres Mal schweifen - jedes Mal wird dein Blick stumpf und matt zu dir zurückkehren. (Sure al-Mulk: 3-4)
Hier sind einige dieser empfindlichen Systeme des menschlichen Körpers aufgeführt:
Die fünf Sinnesorgane sind genau auf die menschlichen Bedürfnisse zugeschnitten: Das Ohr kann zum Beispiel nur bestimmte Schallwellen wahrnehmen. Es sieht wie ein Vorteil aus, wenn keine Grenzen gesetzt wären und wir alles hören könnten. Jedoch ist die Wahrnehmungsgrenze, die so genannte Reizschwelle, nicht ohne Grund vorhanden. Wenn wir ein zu empfindliches Hörorgan hätten, würden wir ständig unseren Herzschlag hören und die Geräusche von mikroskopisch kleinen Tierchen und viele anderen Geräusche. Das wäre für uns sehr unangenehm.
Etwas ähnliches gilt auch für das Sinnesorgan der Haut. Empfindliche Nerven, die direkt unter der Haut liegen, sind für die Wahrnehmung und Weiterleitung der Reize verantwortlich, sind dafür bestens sensibilisiert und überall im Körper verteilt. Die größte Anzahl Nerven befindet sich an den Fingerspitzen, den Lippen und am Geschlechtsorgan. Dagegen befinden sich an "unwichtigeren" Stellen wie am Rücken kaum Nerven. Das ist ein großer Vorteil für die Menschen. Stellen wir uns das Gegenteil vor: Nehmen wir an, die Fingerspitzen seien unempfindlich und alle Nervenenden befänden sich auf dem Rücken. Zweifellos wäre das für den Menschen sehr umständlich. Während wir die Hände nicht richtig einsetzen könnten, würde uns die kleinste Berührung am Rücken stören, zum Beispiel Knitterfalten der Kleidung.
Auch alle anderen Konstruktionen an unserem Körper sind Beispiele für die empfindlichen Systeme wie das Haar und die Wimpern: beides sind eigentlich nur Haare, aber sie wachsen nicht gleichmäßig. Stellen sie sich vor, dass die Wimpern wie die Haare ständig wachsen und dann die Augen bedecken würden. Es würde uns das Sehen erschweren und das Auge, das für uns ein lebenswichtiges Organ ist, beschädigen. Die Wimpern wachsen nur bis zu einer bestimmten Länge, dann stoppen sie. Falls die Wimpern durch Verbrennung oder ähnliche Beschädigungen gekürzt werden, wachsen sie erneut bis zu ihrer alten idealen Länge und hören dann wieder auf zu wachsen.
Auch die Form der Wimpern ist sehr wichtig. Da sie leicht nach oben gebogen sind, verengen sie unseren Blickwinkel nicht und verschönern daneben die Augen. Die Wimpern werden beim Herauswachsen aus den Augenlidern durch spezielle Fettdrüsen eingefettet. Daher sind sie nicht hart und gerade. An jedem Punkt des menschlichen Körpers steckt zweifellos eine präzise Planung...
Diese maßvolle Schöpfung kann man sowohl bei einem Neugeborenen als auch bei einem heranwachsenden Menschen deutlich und verblüffend erkennen. Zum Beispiel ist bei einem Neugeborenem der Schädelknochen noch sehr weich, und die Knochen sind gegeneinander leicht beweglich, so dass der Kopf bei der Geburt nicht beschädigt wird. Wenn der Schädel bei der Geburt komplett hart wäre, könnte er bei der Geburt brechen, so dass das Gehirn des Neugeborenen Schaden nehmen könnte.
Mit derselben Vollkommenheit und Harmonie wachsen die Organe eines Menschen während seiner Entwicklung. Zum Beispiel wächst gleichzeitig mit dem Gehirn auch der Schädel, der es umfasst. Wenn der Schädel im Gegensatz zum Gehirn langsamer wachsen würde, würde das Gehirn zusammengequetscht und dies in Kürze zum Tod führen.
Gleichartige Korrelationen herrschen auch zwischen Herz, Lunge und Brustkorb, Augen und Augenhöhlen und bei vielen anderen Organen.
Daher ist es sinnvoll unseren eigenen Körper zu betrachten, um die Kunst und die Macht der Schöpfung erkennen zu können. Jeder Teil unseres Körpers, der viel weiter entwickelt ist als hoch technisierte Fabriken, zeigt uns die einzigartige Schöpfung Allahs und beweist, dass Er über unseren gesamten Körper herrscht.
Wenn wir die Systeme und Organe des menschlichen Körpers unter die Lupe nehmen, werden wir die Beweise dieser tadellosen und maßvollen Schöpfung näher feststellen.
DIE VERDAUUNG
Das Verdauungssystem, ist ein System, bei dem Mund, Speicheldrüse, Magen, Pankreas, Leber, Dünndarm und Dickdarm zusammen in Harmonie arbeiten und jede Komponente seine eigene Aufgabe erfüllt. Wenn eins oder mehrere dieser Organe ihre Aufgaben nicht erfüllen, blockiert dies das ganze System. |
Der erste Schritt der Verdauung beginnt im Mund, dort macht der Speichel die Speisen wässrig und vereinfacht damit das Zermahlen für die Zähne und die Weiterleitung durch die Speiseröhre. Eine andere Eigenschaft des Speichels ist seine chemische Zusammensetzung, die ihn Stärke in Zucker umwandeln lässt. Stellen wir uns vor, was passieren würde, wenn im Mund der so wichtige Speichel nicht abgesondert würde: Wir könnten weder die Speisen schlucken, noch könnten wir wegen unseres trockenen Mundes richtig sprechen. Wir könnten keine feste Nahrung aufnehmen sondern könnten uns nur mit flüssigen oder breiigen Lebensmitteln ernähren.
Auch im Verdauungstrakt existiert ein ausgewogenes System. Die Speisen werden im Magen durch die von ihm produzierte Salzsäure verdaut. Diese Säure ist aber so stark, dass sie eigentlich nicht nur die Speisen, sondern auch die Magenwand zerfressen würde. Natürlich ist auch hier an eine Lösung gedacht: Eine dünne Schleimhaut bedeckt das Mageninnere und schützt ihn vor der aggressiven Chemikalie. Mit diesem perfekten Schutzschild wird verhindert, dass der Magen sich selbst vernichtet. Ein kleiner Fehler in der Zusammenset-zung dieses Schleims könnte die schützende Eigenschaft zerstören. Tatsächlich besteht aber zwischen dem Magensaft mit seiner verdauenden Eigenschaft und der schützenden Schleimschicht eine perfekte Harmonie.
Wenn der Magen leer ist, ist auch die Absonderung nicht vorhanden, welche die Aufgabe hat, Proteine, also tierische Nahrungen wie Fleisch zu zersetzen. Richtiger gesagt, befindet sich diese Absonderung im leeren Magen nur in Form einer harmlosen, nicht säurehaltigen Flüssigkeit. Wenn eine proteinhaltige Nahrung in den Magen gelangt, wird Salzsäure abgesondert und diese Säure verwandelt die harmlose Flüssigkeit in einen starken, Protein zersetzenden Stoff. Somit wird verhindert, dass diese proteinzersetzende Flüssigkeit den Magen, der ja auch aus Proteinen besteht, vernichtet.
Beachtenswert ist, dass dieses System von den Evolutionisten in keiner Weise erklärt werden kann. Denn sie behaupten, dass Lebewesen sich Schritt für Schritt, Phase für Phase von niederen Lebewesen zu den heutigen, komplizierten Organismen entwickelt haben. Es ist aber ganz klar, dass der Magen sich nicht in kleinen Schritten entwickeln kann. Fehlt nur ein einziger Faktor, würde das für das Lebewesen bereits den Tod bedeuten. Um zu sehen, wie widersprüchlich ihre Theorie ist, reicht ein einziges Beispiel. Man stelle sich ein Lebewesen vor dessen Magen von der von ihm selbst produzierten Säure aufgelöst wird. Zuerst wird der Magen qualvoll zerfressen, dann werden die anderen Organe angegriffen, es würde sich beim lebendigem Leibe zerfressen und sterben.
Eine Pumpe (Zotte), die sich in der Dünndarmwand befindet, resorbiert aus dem Speisebrei die benötigten Nährstoffe. Auf einer Fläche von einem Quadratmillimeter befinden sich 200 Millionen Zotten, die jerde Sekunde ununterbrochen arbeiten, damit wir leben können. Oben im Bild sieht man die einzelnen Kanäle (Adern, Kapillaren und Lymphgefäße) welche in den Zotten unterschiedliche Nährstoffe durch unterschiedliche Wege weiterleiten. |
Dass die Flüssigkeit im Magen genau dann, wenn eine Nahrung geschluckt wird, die verdauende Eigenschaft gewinnt, geschieht durch mehrere chemische Reaktionen. Man stelle sich ein Lebewesen vor, bei dem es während dieser angeblichen Evolution nicht zu diesen geplanten chemischen Reaktionen kommt. Die Flüssigkeit im Magen bekommt nicht die Eigenschaft, Nahrungen zu zersetzen. Speise und Trank liegen unverdaut im Magen, trotz einer gesunden Nahrungsaufnahme würde das Lebe-wesen mit einem Klumpen im Magen in Kürze sterben.
Schauen wir uns das Ganze aus einer anderen Sicht an. Die Magensäure wird von den Magenzellen produziert. Sowohl diese Zellen, als auch all die anderen Zellen am Körper, wie zum Beispiel Augenzellen, sind in der Tat Geschwisterzellen, die sich im Mutterleib anfangs von der gleichen Zelle ausgehend, immer wieder geteilt haben. Außerdem speichern sie die gleichen genetischen Informationen. Das heißt, in beiden Zellen befinden sich die Daten der Proteine welche für das Auge nötig sind und auch die Informationen der Magensäure. Auf wessen Befehl sie das durchführen, weiß man nicht, aber unter den unzähligen Daten verwendet die Augenzelle nur ihre eigenen Informationen und auch die Magenzellen nur die betreffenden Daten. Wenn aber nun die Augenzellen, anstatt des für sie vorgesehenen Proteins, von dem wir noch nicht einmal wissen, wie es entsteht, plötzlich mit der Produktion von Magensäure beginnen würden - denn sie verfügen ja tatsächlich über die für die Herstellung notwendigen Informationen - wie würde das enden? Der Mensch würde seine eigenen Augen zerschmelzen und verdauen.
Lassen Sie uns fortfahren, die erstaunlichen Systeme in unserem Körper zu betrachten:
Auch der Rest unseres Verdauungssystems ist ebenso gut geplant. Die verwertbaren Nahrungsanteile werden von den Dünndarmwänden aufgenommen und ins Blut weitergeleitet. Die innere Oberfläche des Dünndarms ist stark gefaltet und ähnelt einem zerknitterten Stoff. Auf jeder Falte befinden sich noch kleinere Falten, die Zotten. Durch diese Falten ist die Resorptionsfläche des Darms stark vergrößert. Auf den Zellen der Darmzotten befinden sich wiederum mikroskopische Ausstülpungen, die sogenannten Mikrozotten. Diese fingerförmigen Ausstülpungen arbeiten wie eine Pumpe und saugen die Nährstoffe auf. Außerdem ist das Innere dieser Pumpen mit dem Kreislaufsystem über für jede Art von Nährstoff entsprechend ausgebildeten Transportwege verbunden. So werden von diesen Pumpen resorbierte Nährstoffe über die Blutbahn überall in den Körper transportiert. Jede Darmzotte besitzt ungefähr 3000 Mikrozotten. Ein Quadratmillimeter der Innenfläche des Dünndarms ist ungefähr mit 200 Millionen Mikrozotten bedeckt. Das heißt, um das Leben des Menschen zu ermöglichen, arbeiten auf einem Quadratmillimeter Fläche 200 Millionen Pumpen ununterbrochen ohne zu ermüden, ohne Defekt. So viele Pumpen wurden auf einem sehr kleinen Platz komprimiert, indem eine sehr große und breite Fläche extrem stark gefaltet wurde. Dieses System ermöglicht uns, die zu uns genommenen Nährstoffe optimal zu verwerten und somit unser Leben zu führen.
DIE ATMUNG
Auch unsere Atmung basiert auf einem ausgeklügelten Zusammenspiel verschiedener Organe. Der Umstand, dass die bei der Atmung eingezogene Luft oft kalt und verunreinigt ist, könnte unsere Gesundheit beeinträchtigen. Aus diesem Grund muss die Luft gereinigt und erwärmt werden. Unsere Nase ist für diese Aufgabe genau geschaffen. Die feinen Nasenhärchen und der Schleim im Naseninneren nehmen den Schmutz aus der Luft auf und filtern sie. Außerdem wird die Atemluft durch die wellige Form des Innenraums der Nase erwärmt. Der Nasenknochen ist so gebaut, dass die Atemluft bevor sie in die Lunge gelangen kann, erwärmt wird indem sie mehrmals in der Nase zirkuliert; dass ein kleiner Knochen die Eigenschaft besitzt, den Luftstrom derart zu beeinflussen, dass die Luft in der Nase zirkulieren kann, bedarf genauer Berechnung und Planung. Dass eine solche Struktur den Bedürfnissen eines anderen Systems dienen kann beweist, dass ein einziger Schöpfer beide Systeme speziell für diese Aufgabe schuf. Nach den oben beschriebenen Prozeduren wird die eingeatmete Luft befeuchtet und gereinigt in die Luftröhre weitergeleitet.
DAS SKELETT
Das Skelett ist ein aus 206 verschiedenen Teilen zusammengesetztes wahres Architekturwunder. Der menschliche Körper besitzt durch diese miteinander verbundenen Teile eine außergewöhnliche Bewegungsfähigkeit. Kein einziger Roboter, der bis heute hergestellt wurde, kann die Bewegungsbegabung des Menschen nachahmen. |
Auch das Skelett ist ein Beispiel für wundersame Ingenieurkunst. Es ist das statische Gerüst zur Unterstützung unseres Körpers. Gleichzeitig schützt es lebenswichtige Organe wie Gehirn, Herz, Lunge und unterstützt die inneren Organe. Es gibt dem Menschen eine hohe Bewegungsfreiheit, die von keiner Maschine imitiert werden kann. Zusätzlich ist das Knochengewebe, wie viele es glauben, nicht leblos. Das Knochengewebe ist die Bank für viele lebenswichtige Mineralstoffe wie Kalzium und Phosphor. Je nach Bedarf des Körpers lagert oder verteilt es die vorher gespeicherten Mineralstoffe. Neben all diesen Besonderheiten geschieht auch die Herstellung der roten Blutkörperchen in den Knochen.
Das Skelett hat nicht nur als Ganzes eine perfekte Funktion, sondern auch die einzelnen Knochen besitzen eine unübertreffliche Konstruktion.
Die Knochen sind mit einer Stabilität erschaffen, die es ihnen ermöglicht, den Körper problemlos zu tragen und zu schützen. Auch extreme Belastungssituationen des Körpers sind vorgesehen. Zum Beispiel kann der Oberschenkelknochen eine vertikal wirkende Last von einer Tonne tragen. Tatsächlich erreicht das Gewicht, mit dem wir diesen Knochen bei jedem Schritt belasten, das Dreifache unseres Körpergewichts. Was ist es also, das die Knochen, diese aus der Teilung einer einzigen Zelle entstandene Struktur so enorm stark macht? Die Antwort auf diese Frage liegt in der beispiellosen Konstruktion der Knochen verborgen.
Um das besser zu verstehen, ist ein Beispiel aus der modernen Technik angebracht: Beim Bau von großen, hohen Gebäuden werden Käfigsysteme verwendet. Hierbei bestehen die tragenden Säulen nicht aus einem einzigen Teil, sondern aus einem Ver-bundsystem, das aus einem mit Beton umhüllten Stahl-käfig besteht. Nur mittels komplizierter Computer-Be-rechnungen können große Brücken und Industriege-bäude günstig und stabil gebaut werden.
Auch das Innere der Knochen besteht aus einer Struktur, die der käfigartigen Konstruktion der von Menschen errichteten Gebäude und Brücken ähnelt, mit einem bedeutenden Unterschied: Die Knochenstrukturen sind viel komplizierter und hochwertiger als jene, die von Menschen gemacht sind. Die Knochen sind sehr stabil und sehr leicht, weil sie innen hohl sind. Wären die Knochen nicht hohl, sondern massiv und somit spröde und unelastisch, so würden sie bei der kleinsten Belastung brechen.
Diese perfekte Konstruktion unseres Knochenbaus ermöglicht uns ein komfortables Leben. Sie gibt uns die Möglichkeit, schwierige Bewegungen mühelos und schmerzlos auszuführen. Eine andere Eigenschaft der Knochenstruktur ist, dass sie wo es notwendig ist, elastisch ist. Zum Beispiel der Brustkorb: Während er Lunge, Herz und andere lebenswichtige Organe schützt, dehnt und zieht er sich zusammen, so dass die Lunge mit Sauerstoff gefüllt und wieder entleert werden kann.
Die Elastizität der Knochen kann sich mit der Zeit ändern. Zum Beispiel dehnen sich die Beckenknochen bei den Frauen in den letzten Monaten der Schwangerschaft und sie gehen sogar ein wenig auseinander. Das ist ein sehr wichtiges Detail, denn durch diese Lockerung kann der Kopf des Kindes, die Beckenknochen passieren, ohne Schaden zu nehmen.
Das sind nicht die einzigen Wunder der Knochen. Die Knochen besitzen neben ihrer Leichtigkeit, Elastizität und Stabilität auch die Eigenschaft, sich selbst zu reparieren. Das funktioniert wie bei allen anderen Geschehnissen im Körper durch das Zusammenspiel von Millionen von Zellen.

Darstellung der herausragenden Anordnung in den langen Knochen des menschlichen Körpers und stark vergrößerte Darstellung des Knochenquerschnitts. Diejenigen Knochen, die Blutzellen produzieren und dadurch als Nährstofflager für den Körper fungieren, sind lebendig. |
Bei jedem Schritt den wir gehen, entsteht wegen des Gewichts unseres Körpers vom Boden aus ein Gegendruck. Wenn die Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln nicht existieren würden und die Wirbelsäule eine gerade und steife Form hätte, würde der Druck direkt den Schädelknochen belasten. Das hätte verheerende Folgen: Der Halswirbel würde nämlich die Schädeldecke zerschmettern und das Gehirn durchdringen. |
Auch die Beweglichkeit des Skeletts ist ein wichtiges Detail, dem wir uns noch eingehender widmen wollen. Bei jedem Schritt den wir gehen, bewegen sich die Wirbelkörper, unserer Wirbelsäule aufeinander hin und her. Diese ständige Reibung müsste eigentlich zu einer schnellen Abnutzung der Wirbel führen, aber auch hier wurde vorgesorgt: Zwischen den Wirbeln befinden sich widerstandsfähige Knorpel, die Bandscheiben. Sie erfüllen die Aufgabe eines Stoßdämpfers. Bei jedem unserer Schritte entsteht wegen unseres Körpergewichts ein Druck auf die Wirbelsäule. Jedoch schadet dieser Druck dem Körper nicht aufgrund der die Kraft verteilenden, leicht s-förmig gebogenen Wirbelsäule und ihres Federungssystems. Wenn diese stossreduzierende Elastizität nicht existieren würde, würde der Druck direkt auf den Schädelknochen wirken und der Halswirbel würde die Hinterhauptshöcker brechen und in das Gehirn eindringen.
Auch an den Verbindungsstellen der Knochen kann man Beweise der Schöpfung erkennen. Obwohl die Gelenke ein Leben lang benutzt werden, brauchen sie nicht einmal geölt zu werden. Die Biologen haben den Grund dafür erforscht:
Sie haben erkannt, dass dieses Problem mit einem nur als Wunder der Schöpfung zu bezeichnenden System gelöst ist: Die Reibungsflächen der Gelenke sind mit einer dünnen, porigen Knorpelschicht überzogen. Unter dieser Schicht befindet sich ein zähflüssiges Schmiermittel. Wenn der Knochen Druck auf das Gelenk überträgt, quillt dieses Schmiermittel aus den Poren und sorgt dafür, dass die Oberflächen der Gelenke ohne Reibung aufeinander gleiten können.
Nicht einmal ein einziges der auf diesem Bild dargestellten Systeme könnte durch Zufall entstanden sein. Da macht es erst recht keinen Sinn, zu behaupten, sie seien nacheinander entstanden. Es ist zwingend erforderlich, dass sie unbedingt alle gleichzeitig, in absolutem Einklang entstehen. |
Das alles zeigt, dass der menschliche Körper ein Werk ausgezeichneter Planung ist, besser gesagt, das Ergebnis einer besonderen Schöpfung.
Bedenken wir, wie es wäre, wenn all dies nicht so perfekt geschaffen wäre. Zum Beispiel, wenn unser Bein aus einem einzigen langen Knochen bestehen würde. Das Gehen wäre dann für uns ein riesiges Problem, wir hätten sehr plumpe und unbewegliche Körper. Sogar das Hinsetzen wäre sehr anstrengend. Wegen großer Beanspruchung bei sogar solch leichten Bewegungen könnte unser Beinknochen schnell brechen. Dagegen ist das Skelett so gebaut, dass es dem Körper jede Bewegung einwandfrei erlaubt.
Alle Eigenschaften des Skeletts sind von Allah erschaffen worden, und Er erschafft sie immer noch. Allah fordert die Menschen, die Er schuf, mit folgenden Worten dazu auf, über diese Wahrheit nachzudenken:
...Und betrachte die Knochen, wie Wir sie zusammensetzen und alsdann mit Fleisch bekleiden?... (Sure al-Baqara: 259)
Die Verantwortung des Menschen besteht darin, sich hierüber Gedanken zu machen, die Macht seines Schöpfers anzuerkennen und ihm zu danken. Tut er das nicht, wird er in große Not geraten. Allah, Der einmal die Knochen schuf und mit Fleisch bekleidet hat, ist mächtig, dies noch einmal zu tun. Diese Tatsache ist im Quran folgendermaßen beschrieben:
Will der Mensch denn nicht wahrhaben, dass Wir ihn aus einem Samen-tropfen erschufen? Und siehe da, er hält sich für Unseren (kompetenten) Widersacher. Und er stellt mit Uns Vergleiche an und vergisst dabei, dass er selbst eine Schöpfung ist. Er spricht: "Wer belebt die Gebeine, wenn sie zerfallen sind?" Sprich: "Leben wird ihnen Der wiedergeben, Welcher sie zum ersten Mal erschuf; denn Er kennt jegliche Schöpfung. (Sure Ya Sin: 77-79)
KOORDINATION
Die Systeme des Menschen arbeiten miteinander in Einklang und Harmonie zu einem bestimmten Zweck, nämlich um die Lebensfähigkeit des Körpers zu gewährleisten. Die alltäglichen kleinen Bewegungen die wir machen, wie das Atmen und sogar das Lachen, sind ein Resultat perfekter Koordination.
In uns steckt ein großes, unglaublich vernetztes Koordinationsnetzwerk, das ständig aktiv ist. Sein Ziel ist es, den Körper am Leben zu erhalten. Das kann man am besten am Bewegungsapparat des Körpers erkennen. Denn schon für die einfachsten Bewegungen müssen Skelett, Muskeln und Nerven-system perfekt zusammenwirken.
Die erste Voraussetzung für eine gute Koordination im Körper ist ein funktionierender Informationsaustausch. Nur mit den richtigen Informationen kann man neue Vergleiche ziehen, und dafür gibt es in unserem Körper ein hochentwickeltes Informationsnetz. Um eine koordinierte Bewegung zu machen, müssen vor allem die Lage und der Zusammenhang der mitwirkenden Komponenten erkannt werden. Diese Information gelangt in das Gehirn über die Augen, das im Innenohr befindliche Gleichgewichtsorgan, die Muskeln, Gelenke und über die Haut. Jede Sekunde werden Milliarden von Nachrichten übermittelt, ausgewertet und entsprechend neue Entscheidungen getroffen. Der Mensch selbst ist sich dieser außerordentlich schnellen Vorgänge nicht bewusst. Er bewegt sich, lacht, spricht, läuft, isst und denkt nach. Damit diese Abläufe vonstatten gehen, bedarf es nicht seiner Anstrengung. Zum Beispiel müssen für ein kleines Lächeln siebzehn verschiedene Muskeln gleichzeitig angespannt werden. Das Versagen eines dieser Muskeln kann den ganzen Gesichtsausdruck verändern. Beim Gehen müssen an den Füßen, den Beinen, der Hüfte, der Leiste und dem Rücken vierundfünfzig verschiedene Muskeln in Einklang arbeiten.
 | a) vorderer Armmuskel
b) Muskelbündel
c) Muskelfasern in den Muskelbündeln Die Sensoren zwischen den Fasern informieren das zentrale Nervensystem über die Lage der Muskeln. Durch die Informationen der Milliarden von Rezeptoren, hat das zentrale Nervensystem eine vollkommene Kontrolle über die Muskeln. |
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In den Muskeln und Gelenken befinden sich Millionen winzige, mikroskopisch kleine Sinneszellen, die Rezeptoren, die dem zentralen Nervensystem mitteilen, in welcher Stellung sie sich befinden. So werden die neuen Infor-mationen dann an die Muskeln geschickt.
Die außerordentliche Perfektion in der Koordination im menschlichen Körper wird mit diesem Beispiel noch verständlicher: Nur um die Hand hoch zu strecken, müssen die Schulter gebeugt, nacheinander der Bizeps und Trizeps (die vorderen und hinteren Armmuskeln) angespannt und wieder entspannt werden wonach die Muskeln zwischen Ellenbogen und Handgelenk das Handgelenk drehen. Während jeder Stufe dieser Bewegung informieren die Milliarden von Sinneszellen das zentrale Nervensystem über die Position der Muskeln. Von hier aus werden sofort die weiteren Befehle an die Muskeln übermittelt. Ohne Zweifel ist sich der Mensch dessen in keiner Weise bewusst, er möchte seine Hand hochheben und tut es einfach. Beim Aufrechtstehen werden die Informationen von den Sinneszellen in den Beinmuskeln, Füßen, Rücken, Bauch, Brust und Hals bewertet und diese Informationen werden permanent an die Muskeln weitergeleitet.
Zum Beispiel müssen wir uns nicht extra bemühen, um zu sprechen. Damit die gewünschten Wörter aus unserem Mund sprudeln können, müssen wir auch keine großen Rechenaufgaben lösen. Wie stark unsere Stimmbänder in welchem Abstand vibrieren müssen; welcher von den Hunderten der Muskeln im Mund, in der Zunge oder im Hals in welcher Reihenfolge wie oft wie stark angespannt und wieder gelockert werden muss, oder wie viel Kubikzentimeter Luft wir einatmen und mit welcher Geschwindigkeit wir diese wieder durch den Kehlkopf pressen müssen, all das können wir nicht beeinflussen. Auch wenn wir wollten, könnten wir das nicht tun! Denn das Sprechen eines einzigen Wortes ist bereits das Resultat der Koordination von Systemen, angefangen vom Atmungsapparat bis hin zum Nervensystem und von den Muskeln bis zu den Knochen.
Welche Folgen hätte es, wenn eines dieser Systeme versagen würde? Wenn wir lachen wollten, würde vielleicht ein anderer Gesichtsausdruck entstehen oder wir könnten währenddessen nichts aussprechen oder gar nicht mehr gehen. Dennoch lachen wir, wenn wir es wünschen und sprechen oder gehen wann wir es wollen, ohne Verzögerung. Denn das alles geschieht durch eine Schöpfung, die eine unendliche Macht voraussetzt.
Dieses Bild zeigt das Schema der Informationswege der Sensoren von den Muskeln bis hin zu den sich in der Wirbelsäule befindlichen Nervensträngen und wie die Muskeln daraufhin neue Befehle erhalten. Eine Auswertung der Milliarden von Informationen, der Milliarden von Rezeptoren, sowie noch mal so viele Befehle wird in jeder Sekunde - auch in diesem Moment, während diese Zeilen gelesen werden - ausgeführt. Betrachtet der Mensch sich selbst, entdeckt er, dass er mit vielen Systemen ausgestattet ist. Er hat weder bei ihrer Schöpfung, noch bei ihrer Funktion, ein Mitspracherecht. |
Daher muss der Mensch sich bewusst sein, dass er sein Leben und sein Dasein auf ewig, Allah zu verdanken hat. Der Mensch besitzt nichts, womit er prahlen oder sich rühmen kann. Schönheit, Gesundheit oder Kraft, die er besitzt, sind nicht sein Werk und diese Attribute sind ihm auch nicht für die Ewigkeit gegeben. Sicherlich wird er altern, seine Schönheit und Gesundheit verlieren. Im Quran wird auf diese Tatsache wie folgt aufmerksam gemacht:
Und was immer euch gewährt wird, ist nur für den Genuss des irdischen Lebens und seine Ausschmückung. Was aber bei Allah ist, ist besser und bleibender. Wollt ihr denn nicht begreifen? (Sure al- Qasas: 60)
Wenn er diese Eigenschaften in besserem Maße und für die Ewigkeit erlangen möchte, so muss er Allah dankbar sein für die Gaben, die er von Ihm bekommen hat und sein Leben in der von Ihm vorgegebenen Weise ausrichten. Wie an diesen Beispielen zu erkennen ist, besitzen alle Systeme und Organe die wir haben, eine wundersame Eigenschaft. Betrachtet man diese Eigenschaften genauer, erkennt man auf welcher Präzision sie aufgebaut sind und welche Wunder in ihrer Schöpfung stecken. Man erkennt ein weiteres Mal die grenzenlose Weisheit und die perfekte Kunst, die Er am Menschen angewandt hat.
DIE LEBER
Die Leber liegt in der Bauchhöhle rechts oben unter dem Zwerchfell. Im Blutkreislauf hat sie die Funktion eines Filters inne. Während die wasserlöslichen, einfacheren Stoffe in den Nieren herausgefiltert werden, werden komplizierte Abfallstoffe, wie die von Medikamenten oder Hormonen von der Leber herausgefiltert.
Die Leber unterstützt das Abwehrsystem logistisch: Die Leber filtert nicht nur die Abfallstoffe der Nahrung und des Stoffwechsels heraus, sondern sie ist auch Produzent des Immunstoffes Globulin und der Enzyme, die für Instandhaltung der Blutgefäße verantwortlich sind.
Die Leber vernichtet Bakterien: Die so genannten Kupffer'schen Zellen in der Leber schlucken einen wichtigen Teil der Bakterien in dem die Leber durchströmenden Blut, welche vor allem aus dem Darm stammen. Die Zellen vermehren sich, sobald sich die Konzentration der Fremd- oder Abfallstoffe im Blut vermehrt, um sie aus dem Blut herauszufiltern.
Sie produziert die Brennstoffe für den Körper: Eine weitere Eigenschaft der Leber ist, dass sie den für den Körper wichtigsten Brennstoff, Glukose produziert. Die im Rahmen der normalem Ernährung aufgenommene Glukose wird in Glukogen umgewandelt und in der Leber gespeichert. Die Leber kontrolliert ständig den Glukosegehalt im Blut. Wenn zwischen den Mahlzeiten, wenn keine Nahrung aufgenommen wird, der Glukosegehalt im Blut zu sinken beginnt, wandelt die Leber das gespeicherte Glukogen wieder in Glukose um und gibt sie an den Körper ab. So wird verhindert, dass der Zuckergehalt im Blut zu tief sinkt. Außerdem kann die Leber aus Fett- und Aminosäuren Glukose herstellen und andere Kohlenhydrate, die bei der Brennstoffherstellung nicht gebraucht werden, in Glukose umwandeln.
Die Leber speichert Blut: Die Leber ist so beschaffen, dass sie sich dehnen und wieder verkleinern kann. Dadurch kann sie Blut aus den Adern speichern und bei Bedarf wieder abgeben. Bei einem gesunden Körper speichert die Leber 10 Prozent des gesamten Bluthaushalts, was einer Menge von etwa 450 ml entspricht. In manchen Situationen, wie z.B. bei Herzschwäche, ist die Blutmenge im Kreislauf für das Herz zu viel. Dann kommt die Leber zum Einsatz und verdoppelt die Blutaufnahme und speichert so einen Liter Blut zusätzlich. So unterstützt sie das Herz dabei, im richtigen Tempo zu arbeiten. Wenn der Blutbedarf im Körper steigt (wie bei sportlichen Anstrengungen), dann gibt die Leber in den Kreislauf Blut ab und stellt das Gleichgewicht erneut her.
Sie arbeitet wirtschaftlich: Beim Glukoseverbrauch in den Muskeln entsteht das Stoffwechselprodukt Milchsäure. Solange die Milchsäure in den Muskeln ist, verursacht sie Schmerzen und hindert sie am arbeiten. Die Leber aber sammelt diese Säuren aus den Muskeln und kann sie wieder in Glukose verwandeln.
Erneuert abgestorbene rote Blutkörperchen: Die Milz und die Leber sind die Orte, wo anstelle der toten Erythrozyten (rote Blutkörperchen) neue hergestellt werden, wo große Mengen der Proteine zerlegt und als Aminosäure erneut für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Außerdem ist die Leber dasjenige Organ, in dem Eisen, welches eine sehr wichtige Aufgabe im Körper hat, gespeichert wird.
Somit ist die Leber der am besten entwickelte Speicher für verschiedene Stoffe des Körpers. Alle Mineralstoffe, Proteine, kleine Mengen an Fetten und Vitaminen werden hier gelagert. Bei Bedarf gibt sie aus ihrem Depot die nötige Menge an die richtige Stelle ab. Sie überwacht sehr genau, ob der Körper ausreichend Energie hat, wofür sie über eine spezielle Nachrichtenkette verfügt. Alle Organe im Körper haben eine Verbindung zur Leber.
Sie kann sich selbstständig reparieren: Die Leber hat die Fähigkeit, sich selbst zu reparieren Wenn ein Teil beschädigt wird, vermehren sich die anderen Zellen sofort und beheben den Schaden. Sogar, wenn zwei Drittel des Organs entnommen würden, könnte der Rest die Leber wieder vervollständigen. Während das Organ sich selbst Instand setzt, entfernt es die toten Zellen von der betreffenden Stelle und ersetzt sie sofort mit neuen. Eine Leberzelle kann mehr als 500 Arbeiten durchführen. Das tut sie nicht nur hintereinander, sondern auch gleichzeitig.
Die Haut, welche von außen so einfach anmutet, ist tatsächlich ein aus mehreren Schichten bestehendes, kompliziertes Organ mit berührungsempfindlichen Nerven, Blutbahnen, Lüftungssystemen, Wärme- und Feuchtigkeitsregulatoren, welches bei Bedarf ein Schutzschild gegen den Einfluss von Sonnenstrahlen anlegen kann. |
DIE HAUT
Stellen sie sich ein Gewebe vor, welches meterlang ist, gleichzeitig für Erwärmung und Abkühlung sorgt, stabil ist, aber gleichzeitig sehr ästhetisch aussieht und vor allen Angriffen von Außen maßgeblich schützt. Die Haut des Menschen und die aller anderen Lebewesen besitzt alle oben aufgezählten Eigenschaften, auch wenn sie von Art zu Art unterschiedlich ausgebildet ist.
Die Haut ist wie die anderen Organe so wichtig, dass ohne sie ein Leben nicht möglich wäre. Bereits die Zerstörung eines relativ kleinen Haut-bereiches, kann wegen des dadurch entstehenden großen Flüssigkeitsver-lustes zum Tode führen. Allein mit dieser Eigenschaft ist die Haut ein Organ, welches die Evolutionstheorie widerlegt. Denn wenn alle anderen Organe vorhanden, die Haut aber nur zum Teil oder gar nicht entwickelt wäre, könnte das Lebewesen nicht am Leben bleiben. Und das zeigt uns, dass alle Körperteile der Menschen und Tiere ohne Mangel und Fehler zusammen entstanden sein müssen, also erschaffen worden sind. Unter der Haut, die aus unterschiedlichen Bestandteilen besteht, befindet sich eine Fettschicht, die eine wärme isolierende Eigenschaft hat. Darüber ist eine Schicht, die der Haut Elastizität gibt und die zum größten Teil aus Proteinen besteht.
Die äußere Schicht der Haut lässt unseren Körper ästhetisch aussehen und schützt sie vor den Gefahren die von Außen drohen. Schon an diesen beiden Eigenschaften allein erkennen wir, wie wichtig die Haut für uns ist. Alle Funktionen der Haut sind von großer Bedeutung, hier einige von ihnen:
Sie reguliert den Wassergehalt im Körper: Die äußere Hautschicht ist nach außen wasserdicht. So wird die Kontrolle des Wassergehalts im Körper ermöglicht. Die Haut ist ein wichtigeres Organ als das Ohr, die Nase und sogar als das Auge. Ohne diese Sinnesorgane könnten wir überleben, aber ohne die Haut ist das unmöglich. Denn ohne die Haut können wir die lebenswichtige Flüssigkeit Wasser nicht im Körper bewahren.
Sie ist stabil und zugleich elastisch: In der äußeren Hautschicht befinden sich abgestorbene Zellen. Die darunter liegenden Hautschichten bestehen aus lebenden Zellen. Die oberen Hautzellen werden mit der Zeit zu einem festen Stoff, der Keratin genannt wird. Das Keratin hält die toten Zellen zusammen und es entsteht ein Schutzschild für den Körper. Man könnte denken, dass eine festere und dickere Haut, besseren Schutz bieten würde aber das ist ein Irrtum. Wenn unsere Haut so dick und fest wie die von Elefanten oder Nashörnern wäre, hätten wir keinen so leicht beweglichen Körper, wir wären plump und schwerfällig.
Bei keinem Lebewesen ist die Haut dicker als notwendig. In der Konstruktion der Haut steckt eine sehr genaue und kontrollierte Planung. Man stelle sich vor, die obersten Hautzellen stürben ständig ab und dieser Vorgang würde nicht im richtigen Moment anhalten. Die Haut würde immer dicker und nach einiger Zeit hätten wir eine so dicke Haut wie die von Krokodilen. Aber dazu kommt es nicht, unsere Haut hat immer die richtige Stärke. Doch woher wissen die Hautzellen, wann sie aufhören müssen?
Die Behauptung, die Zellen hätten selbst herausgefunden wann sie aufhören müssen oder dieses System sei durch Zufall entstanden, wäre wirklich unlogisch und belustigend. Die Beschaffenheit der Haut weist eine ausgezeichnete Planung auf. Die Quelle dieser Planung ist zweifellos Allah, der Eine und Einzige Herr der Welten.
Sie besitzt eine Wärmeregulierung: Die untere Hautschicht ist durchzogen von Kapillaren. Sie versorgen die Haut nicht nur mit Nährstoffen, sondern kontrollieren gleichzeitig die Blutmenge in der Haut. Wenn die Körpertemperatur steigt, weiten sich die Blutgefäße und lassen das überwärmte Blut in den äußeren, etwas kühleren Bereich laufen, wodurch die Wärme nach außen abgegeben wird. Eine weitere Methode, die Abkühlung des Körpers zu gewährleisten, ist Schwitzen. Der Mensch hat am ganzen Körper kleinste Hautöffnungen, die Poren. Diese reichen bis zu den Schweißdrüsen in der unteren Hautschicht. Die Schweißdrüsen entnehmen dem Blut Flüssigkeit und scheiden sie durch die Poren aus. Mit Hilfe der Körperwärme verdunstet die Flüssigkeit und der Körper kühlt ab.
Sie hält bei Kälte die Wärme im Körper: Bei Kälte verlangsamen die Schweißdrüsen ihre Arbeit und die Blut-gefäße verengen sich. So wird die Durch-blutung verringert und die Wärme wird im Körper zurückgehalten.
All diese Beispiele zeigen uns, dass unsere Haut ein speziell um uns das Leben einfacher zu machen konstruiertes, makelloses Organ ist. Die Haut ist ein Schutz-schild und Temperaturregler zugleich und durch ihre Elastizität bewirkt sie leichte Beweglichkeit. Darüber hinaus gibt sie uns ein ästhetisches Aussehen.
Stattdessen hätten wir auch eine dicke und grobe Haut haben können. Eine unelastische, die bei einer Gewichtszunahme zerreißen würde, oder die im Sommer wegen der Hitze zur Bewusstlosigkeit führen würde und uns in kalten Jahreszei-ten schnell erfrieren lassen würde. Doch Allah, der uns schuf, hat unseren Körper mit einer sehr bequemen, praktischen und sehr ästhetischen Hülle überzogen. Denn Er ist "Allah, der Schöpfer, der Urheber, der Formgebende". (Sure al- Haschr: 24)
DAS HERZ
Im menschlichen Körper durchfließen 100 Billionen einzelne Blutzellen das Kreislaufsystem. Die in der Darstellung rot gekennzeichneten Adern sind jene, die das stärker sauerstoffhaltige Blut befördern, die blauen hingegen, beinhalten das Blut mit dem geringen Sauerstoffanteil. |
Die wichtigste Komponente des Kreis-laufsystems ist zweifellos das Herz. Das Herz besitzt vier unterschiedliche Kammern, durch die das frische und das verbrauchte Blut, ohne sich miteinander zu vermischen, gepumpt wird, und es besitzt Klappen die als Ventile fungieren.
Ohne unser Zutun schlägt das Herz in einem bestimmten Rhythmus unser ganzes Leben lang. Dies ist ein Beweis der Schöpfung. Noch im Mutterleib beginnt das Herz zu schlagen, mit einer Frequenz von 70-100 mal in der Minute arbeitet es ununterbrochen ein Leben lang; nur zwischen den einzelnen Herzschlägen ruht es sich eine Sekunde aus, insgesamt schlägt es etwa 10.000 mal am Tag. Wenn wir das auf das Lebensalter eines Menschen umrechnen, ergeben sich bei einem Durchschnittsalter von 76 Jahren mehr als 277 Millionen Herzschläge.
Der Funktion des Herzens weist eine sehr präzise und perfekte Planung auf. Von der Trennung des verbrauchten und frischen Blutes, der Aufgabe, den Blutdruck im Körper zu regulieren, dem Transport der Nährstoffe überallhin im Körper, bis hin zu den Systemen, die das Blut in der erforderlichen Menge pumpen, wurde für jedes Detail eine andere Eigenschaft geplant und dementsprechend gestaltet.
Im Wunderwerk Herz befindet sich ein System, dass zu komplex ist, um durch Zufälle entstanden zu sein. All diese Eigenschaften lassen uns ihren Designer erkennen, den Herrn aller Welten, Allah, der alles makellos und ohne ein Vorbild erschaffen hat.
Hier einige Eigenschaften des Herzens:
Das Herz wurde an einer der sichersten Stellen im Körper platziert: Das lebenswichtige Organ wurde im Licht einer perfekten Planung im Brustkorb platziert und ist vor Stößen und Gefahren von Außen geschützt.
Frisches und verbrauchtes Blut werden nie vermischt: Im Herz sind frisches und verbrauchtes Blut ständig in Bewegung. Mittels eines speziellen Gewebes ist das Herz in vier verschiedene Kammern geteilt. Die aus dem linken und dem rechten Flügel bestehenden oberen Kammern sind die Füllkam-mern. Sie schicken das einströmende Blut in die unteren Kammern. Durch das hier herrschende Druckgleichgewicht wird ein Vermischen verhindert.
Der Blutdruck wird den Organen angepasst ohne ihnen zu schaden: Das Herz arbeitet nicht wie eine einzelne Pumpe, sondern wie zwei nebeneinander existierende Pumpen, die periodisch wechselnd arbeiten. Jede Pumpe hat ihre eigene Herzkammer und Vorhöfe. Diese Teilung spiegelt sich auch im Kreislaufsystem wieder. Während die rechte Seite das venöse (verbrauchte) Blut mit einem verhältnismäßig niedrigem Druck in die Lunge pumpt, pumpt die linke Seite mit einem höheren Druck das arterielle (frische) Blut überall in den Körper. Dieses Druckverhältnis ist für den Körper äußerst wichtig, denn wenn das Blut mit dem Druck des arteriellen Blutes in die Lunge gepumpt würde, könnte die Lunge diesem Druck nicht standhalten und würde zerreißen. Durch diese perfekte Druckabstimmung kommt es nie zu solchen Problemen in der Lunge. Denn dem Herz liegt eine makellose Planung zu Grunde.
Das Herz besitzt mit vier unterschiedlichen Kammern, durch die das frische und das verbrauchte Blut, ohne sich miteinander zu vermischen, gepumpt wird, sowie mit Klappen, die als Sicherheitsventile fungieren, eine auf unglaublich empfindlichen Gleichgewichten basierende Konstruktion. |
Es versorgt den Körper mit verschiedenen Nährstoffen: Das arterielle Blut, wird über die Aorta in das Gewebe geleitet, und die Arterien die von dort abgehen, transportieren den Sauerstoff in die Zellen.
Es besitzt äußerst regelmäßig arbeitende Herzklappen, die die Blutflussrichtung organisieren: Jede Kammer des Herzens besitzt Herz-klappen, die ein Zurückströmen des Blutes verhindern. Diese Klappen, die sich zwischen den Herzvorhöfen und den Herzkammern befinden, bestehen aus faserigen Geweben. Diese werden von dünnen Muskeln gehalten. Beim Ver-sagen einer einzigen Muskelfaser strömt mehr Blut in die Herzvorhöfe und dies führt zur Herzschwäche, was wiederum tödlich enden kann. So ein Problem entsteht nur im Falle einer Erkrankung. Ansonsten kann das nicht passieren.
Es passt sich den Anforderungen des Kreislaufs an: Das Herz reguliert die Blutströmung je nach den Bedürfnissen des Körpers. Im normalen Zustand schlägt das Herz etwa 70 mal pro Minute. Bei sportlichen Aktivitäten benötigen unsere Muskeln mehr Sauerstoff, dann beschleunigt unser Herz sein Tempo bis auf 180 Schläge pro Minute und erhöht dadurch die Blutdurchströmung. Was würde geschehen, wenn so ein Ausgleich nicht stattfinden würde? In einer Situation, in der der Körper mehr Energie benötigt, das Herz aber in seinem normalen Takt arbeitete, würde es im Körper zu großen Schäden kommen. Aber durch die vollkommene Konstruktion des Herzens kann das nicht passieren. Ohne unseres Eingriffs oder Regulierung zu bedürfen, reguliert und pumpt unser Herz das Blut ganz von selbst.
Es arbeitet zuverlässig ohne unsere Kontrolle: Die erforderliche Blut-menge wird von einem speziellen Nervensystem kontrolliert. Egal, ob wir wach sind oder schlafen, das Nervensystem reguliert ganz allein die Stärke und die Geschwindigkeit der Blutströmung. Die Konstruktion, die ohne Hilfe bestimmt, wann und wo der Körper wie viel Blut braucht, ist mit einem Wort als makellos zu bezeichnen. Da das Herz dies alles nicht durch Eigeninitiative verwirklichen kann, noch dies durch Zufall geschieht, muss es erschaffen worden sein. Allah, der ein unendliches Wissen besitzt, schuf es ohne einen Fehler und Mangel.
Es arbeitet mit einem eigenen elektrischen System: Die Herzmuskulatur, die unser Herz schlagen lässt, ist von völlig anderer Beschaffenheit, als die restlichen Muskeln in unserem Körper. Die Muskelzellen im Körper ziehen sich dann zusammen, wenn das Nervensystem sie anregt. Die Zellen der Herzmuskeln jedoch ziehen sich selbständig zusammen. Diese Zellen haben die Fähigkeit, ihre eigenen elektrischen Impulse zu erzeugen und auszusenden. Obwohl jede Zelle diese Fähigkeit besitzt, zieht sich keine Zelle unabhängig voneinander zusammen. Dabei verhalten sie sich nicht entgegengesetzt der Anweisungen des elektrischen Systems, dass diese Zellen kontrolliert. Das heißt, sie erzeugen kein Chaos, indem eine Zelle sich entspannt, während die andere sich zusammenzieht, wodurch die Funktion des Herzens unterbrochen würde. Diese Zellen, die sich in einer kettenartigen Anordnung befinden, bewegen sich miteinander entsprechend der seitens des elektrischen Systems übermittelten Befehle. Wieder sehen wir eine ausgezeichnete Harmonie.
Wie alle anderen Eigenschaften des Herzens, zeigt uns auch seine Physiologie das ausgezeichnete Design, die Tatsache, erschaffen worden zu sein. Dadurch lässt es uns unseren Schöpfer erkennen, Allah, den Herrn der Welten, der nicht in Erscheinung tritt, aber in allem Erschaffenen uns sich Selbst offenbart:
Derart ist Allah, euer Herr! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge; so dient Ihm alleine. Und Er ist der Hüter aller Dinge. (Sure al-An'ãm: 102)
DIE HAND

Wie entwickelt eine Roborterhand auch sein mag, kann sie niemals die Besonderheiten einer menschlichen Hand besitzen. |
Unsere Hand, die uns ermöglicht, einige sehr gewöhnliche Aufgaben, wie das Umrühren eines Tees, das Umblättern einer Zeitung oder das Schreiben, durchzuführen, funktioniert in Wirklichkeit als ein unglaubliches Wunder der Ingenieurkunst.
Die wichtigste Eigenschaft der Hand ist, dass sie in ganz unterschiedlichen Bereichen leistungsfähig ist. Unsere Arme, die zahlreiche Muskeln und Nerven besitzen, helfen unserer Hand dabei, Gegenstände kräftig oder leicht zu greifen, je nach Bedarf. Zum Beispiel kann die Hand eines Menschen, zur Faust geballt, einem Gegenstand einen Schlag mit einer Kraft von 45 kg versetzen. Auf der anderen Seite kann sie auch ein Blatt Papier mit einer Dicke von nur 0.1 Millimetern zwischen ihrem Daumen und Zeigefinger fühlen.
Wie man sieht, haben diese beiden Aufgaben völlig unterschiedliche Anforderungen. Während die erste Aufgabe große Kraft erfordert, benötigt die andere eine hohe Sensibilität. Doch wir denken keine Sekunde lang daran, den Kraftunterschied zwischen beiden zu bemessen, während wir das Papier in der Hand halten oder einen Faustschlag versetzen. Wir sagen nie "Jetzt werde ich ein Papier in meine Hand nehmen, darum werde ich einen Druck von 40 Gramm ausüben", oder "jetzt werde ich den Eimer voll Wasser tragen, dazu brauche ich eine Kraft von 5000 Gramm." Solche Gedanken kommen uns nie in den Sinn.
Denn die menschliche Hand wurde so konzipiert, dass sie all diese Aufgaben durchführen kann. Die Hand wurde mit all ihren Eigenschaften und mit allen von ihr benötigten Strukturen gleichzeitig erschaffen.
In der Struktur der Hand gibt es viele Einzelheiten. Sie besitzt kleinere Strukturen neben den Muskeln und Nerven. Die Fingernägel sind keine unnötigen Zubehörteile. Eine Nadel heben wir mit den Fingernägeln vom Fußboden auf. Mit Hilfe der Finger und der rauen, reliefartigen Oberfläche an den Fingerkuppen fassen wir auch kleine Gegenstände ganz leicht. Noch wichtiger ist, dass die Fingernägel eine große Rolle bei der Abstimmung des empfindlichen Druckes spielen, den die Finger auf die Gegenstände die sie halten, ausüben.
Eine andere Eigenschaft unserer Hand, die sie von anderen Organen unterscheidet, ist, dass sie nicht müde wird.
Eine der größten Bemühungen der Welt der Medizin und Wissenschaft ist, eine menschliche Hand künstlich herzustellen. Die bis jetzt hergestellten Roboterhände besitzen zwar die gleiche Kraft wie die menschliche Hand; dennoch ist es nicht möglich, das gleiche für die Empfindlichkeit beim Tasten, für die ausgezeichnete Manövrierfähigkeit und für die Fähigkeit, verschiedene Aufgaben durchzuführen, zu sagen.
Tatsächlich stimmen viele Wissenschaftler darin überein, dass eine Roboterhand, die alle Funktionen der menschlichen Hand besitzt, nicht hergestellt werden kann. Der Ingenieur Hans J. Schneebeli, der die als "Karlsruher Hand" bekannte Roboterhand erfunden hat, sagt dazu: "Je mehr ich mit Roboterhänden wissenschaftlich experimentiere, desto mehr wundere ich mich über die Hände, die die Menschen besitzen. Um nur eine begrenzte Zahl der Tätigkeiten zu erreichen, die die menschliche Hand durchführt, wird noch viel Zeit vergehen."
Die Hand arbeitet normalerweise in Koordination mit dem Auge. Die Signale, die das Auge wahrnimmt, werden dem Gehirn übermittelt, und die Hand bewegt sich entsprechend dem neuen Befehl, der vom Gehirn gegeben wird. Selbstverständlich geschieht dies in sehr kurzer Zeit, ohne dass wir uns besonders darum bemühen müssten. Roboterhände bewegen sich, indem ihre Informationen entweder auf Sehen oder auf Tasten beruhen. Für jede Bewegung müssen unterschiedliche Befehle gegeben werden. Roboterhände können bestimmte unterschiedliche Funktionen nicht ausführen. Eine Roboterhand, die Klavier spielt, kann zum Beispiel keinen Hammer halten und eine Roboterhand, die einen Hammer halten kann, kann kein Ei halten, ohne es zu zerbrechen. Als Folge der zahlreichen wissenschaftlichen Forschungen sind heutzutage einige Roboterhände in der Lage, diese 2-3 verschiedenen Tätigkeiten durchführen zu können, aber diese sind noch nicht ausgereift, wenn man sie mit den Fähigkeiten der menschlichen Hand vergleicht.
Die Vollkommenheit des Designs der Hand wird noch klarer, wenn wir beachten dass beide Hände der Menschen gleichzeitig in ausgezeichneter Harmonie arbeiten.
Die Hand ist ein Organ, das von Allah besonders für die Menschen entworfen wurde. Mit all ihren Eigenschaften zeigt sie uns die Vollkommenheit und die Einzigartigkeit in der Kunst der Schöpfung Allahs.
DAS ERGEBNIS
Diese ausgezeichneten Mechanismen, die der menschliche Körper besitzt, funktionieren meistens, ohne dass wir sie bemerken. Das Schlagen des Herzens, die Funktion der Leber, die Erneuerung der Haut verwirklichen sich alle außerhalb unseres Bewusstseins. Das Gleiche gilt auch für Hunderte von Organen, die wir hier nicht erwähnen. Wir haben keine Ahnung davon, dass die Nieren das Blut filtrieren, dass der Magen die Nahrung, die wir zu uns nehmen, verdaut und wir kennen nicht die Bewegungen der Gedärme und die harmonische Funktion der Lungen, die uns das Atmen ermöglichen.
BUNTE EINSICHT
IN DEN MENSCHLICHEN KÖRPER 
DER KNOCHEN ENTSTEHT
Die auf dem obigen Bild dargestellten Gewebe, sind die Grundsteine eines sich entwickelnden Knochens. Diese Gewebe, die uns auf den ersten Blick an einen Stapel von Brettern erinnern, werden sich später in feste und widerstandsfähige Knochen umwandeln.
DIE LUFTRÖHRE
Die grünfarbigen Fortsätze arbeiten wie ein Luftfilter. Ihre Funktion ist es, die eingeatmete Luft zu reinigen. Die Fortsätze sind mit einem klebrigen Schleim beschichtet. Auf diese Weise wird verhindert, dass Fremdkörper in die Lunge eindringen. |
Der Mensch bemerkt nur dann die Wichtigkeit dieser ausgezeichneten Mechanismen, deren Gesamtheit den Körper bildet, wenn er krank ist oder wenn eins seiner Organe nicht funktioniert.
Wie aber ist dieser ausgezeichnete Mechanismus, den wir besitzen, entstanden? Sicherlich ist es für einen vernünftigen und gewissenhaften Menschen nicht schwierig, zu verstehen und zu fühlen, dass dieser Körper erschaffen wurde.
Die Behauptung der Evolutionisten, die vorbringen, dass dieser Körper durch Zufälle entstanden ist, ist überaus komisch. Denn die Anhänger der Evolution schieben vor, dass die Zufälle einen Organismus bilden, indem sie aneinander angefügt werden. Der menschliche Körper jedoch, kann nur dann vollkommen funktionieren, wenn seine Organe alle zusammen vorhanden sind. Ein Mensch ohne Nieren, Herz oder Darm kann nicht leben. Der Mensch kann auch nicht leben, wenn diese Organe ihre Funktionen nicht erfüllen, obwohl sie vorhanden sind.
Aus diesem Grund muss der menschliche Körper als ein Ganzes vollständig bestehen. Wenn wir diese Wahrheit anders ausdrücken wollen, dann können wir auch sagen, dass der menschliche Körper erschaffen wurde.
Wir erschufen euch. Warum wollt ihr dann die Wahrheit nicht annehmen? Was meint ihr? Was bei euch an Samen austritt: Habt ihr es erschaffen oder sind Wir die Schöpfer? Wir haben über euch den Tod verhängt. Doch Wir sind nicht daran gehindert, euch gegen euresgleichen auszutauschen und euch in einen Zustand zu versetzen, den ihr nicht kennt. (Sure al-Waqi'a: 57-61)
 | 1.HERZGEWEBE
2.MAGENGEWEBE
3.LUNGENGEWEBE (1)
4.GEWEBE ALLGEMEIN
5. NETZHAUTGEWEBE
6.LUNGENGEWEBE (2)
7.DAS GEWEBE DES INNENOHRS
8.ZERSTÖRENDES GEWEBE
9.ROTE BLUTKÖRPERCHEN |
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UNSER IMMUNSYSTEM
Wie wir wissen, ist einer der wichtigsten Aspekte für das Weiterbestehen von Völkern die Verteidigung. Sie müssen jederzeit auf jede Art von Gefahr, Angriff, Krieg und Terroranschläge, die ihnen von innen und außen drohen, vorbereitet sein. Aus diesem Grund wird ein Großteil des Staatshaushaltes für Verteidigungsausgaben verwendet. Die Streitkräfte werden mit den technisch fortschrittlichsten Waffen, Schiffen und Flugzeugen ausgerüstet, so dass sie die Aufgabe der Verteidigung optimal erfüllen können.
 | Die erste Verteidigungslinie, die unseren Körper schützt, ist die Haut. Für den Körper beginnt eine Gefahr, wenn es auf der Haut einen Kratzer oder eine Wunde gibt. Die Viren und Bakterien können leicht durch diese Stellen in den Körper eindringen. Wenn eine solche Wunde entsteht, begeben sich sofort als “Phagozyten” bezeichnete Zellen, welche als “Viren- und Bakterienkiller” fungieren, vor Ort und versuchen, die Makroorganismen zu schlucken, die in den Körper eingedrungen sind. Außerdem wird bereits begonnen, die Wunde auf der Haut gesunden zu lassen, um zu verhindern, dass fremde Stoffe in den Körper eindringen. |
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Auch der menschliche Körper ist von allen Seiten von vielen gefährlichen Feinden und Bedrohungen umringt. Diese bestehen aus Bakterien, Viren und ähnlichen Mikroorganismen und befinden sich in der Luft, die wir einatmen, im Trinkwasser, in Lebensmitteln, überall.
Vielen Menschen ist die Tatsache nicht bewusst, dass der menschliche Körper eine überlegende Armee, ein Verteidigungssystem besitzt. Es handelt sich dabei tatsächlich um eine regelrechte Armee mit speziell ausgebildeten "Offizieren" und "Soldaten", die mit physischen und chemischen Waffen kämpfen und höchste Technologien anwenden.
Zwischen dieser Armee und den feindlichen Kräften herrscht jeden Tag, sogar jede Minute, ohne unser Wissen ein ständiger Kampf. Ebenso wie dieser Krieg an vielen kleinen Orten geführt wird, können durch Mobilmachung die gesamten Regionen des Körpers in Verteidigungsstellung treten. Den Zustand des Kampfes an allen Fronten bezeichnen wir als "Krankheit".
Die Kriegsstrategien sind generell dieselben: Während der Feind getarnte Kräfte in den Körper einschleust, stellt das Verteidigungssystem ihnen speziell ausgebildete Spähtruppen entgegen, deren Aufgabe es ist, den Feind zu enttarnen und die notwendigen Informationen zu sammeln, um eine geeignete Waffe zu dessen Eliminierung entwickeln zu können. Es kommt zum offenen Kampf, der Feind wird vernichtet, die Kampfhandlungen eingestellt, das Schlachtfeld geräumt und gegen die Möglichkeit eines erneuten Angriffs des Feindes werden alle gesammelten Informationen über ihn gespeichert.
Betrachten wir nun diese interessante Kriegsführung etwas genauer.
EINE BELAGERTE FESTUNG: DER MENSCHLICHE KÖRPER
Wir können den menschlichen Körper als eine von feindlichen Kräften umringte Festung beschreiben. Die Angreifer suchen ständig einen Weg, um in diese Festung einzudringen. Dabei bildet die Haut des Menschen die Festungsmauer.
Die in den Hautzellen vorhandenen Keratine bilden für Bakterien und Pilze ein schwer zu überwindendes Hindernis. Mikroorganismen, die auf unsere Haut gelangen, können diese Mauer nicht durchdringen. Darüber hinaus bröckelt die keratinhaltige, obere Hautschicht ständig ab und erneuert sich dauernd von unten durch neu entstandene Hautzellen. Durch diesen von innen nach außen ablaufenden Erneuerungsprozess werden unerwünschte und zwischen den Hautschichten eingenistete Eindringlinge mit der toten Oberschicht der Haut abgesondert. Das Eindringen von Fremdkörpern ist also nur durch eine Wunde möglich.
DIE VORDERSTE FRONT
Der meistbenutzte Weg von Viren, um in unseren Körper einzudringen, ist die Luft. Der Eindringling versucht über die eingeatmete Luft in den Körper zu gelangen. Eine spezielle Absonderung in der Nasenschleimhaut und die Phagozyten (zellenfressenden Abwehrelemente) in den Lungen empfangen den Eindringling und bevor die Gefahr größer wird, bekommen sie die Situation unter Kontrolle. Die Mikroben, die versuchen, mit Lebensmitteln in den Körper zu gelangen, werden zum größten Teil durch die Magensäure und die Verdauungsenzyme des Dünndarms eliminiert.
 | OPERATION: DER VIRUS DRINGT IN DIE ZELLE EIN 1. Das Virus nähert sich der Zelle, kommt mit ihr in Berührung und haftet an der Zelloberfläche. (siehe Schema)
2. An der Berührungsstelle sondert das Virus ein spezielles Enzym ab, um die Zellmembran aufzulösen. Als Folge dieser Reaktion entsteht in der Zellmembran ein Loch. In dem das Virus seinen Fortsatz verkrümmt und sich dann zusammenzieht, spritzt es seine Nukleinsäure (DNA oder RNA) in die Zelle hinein.
3. Die Nukleinsäure des Virus, welche in die Zelle gelangt ist, übernimmt dort die Kontrolle. Die Lebensfunktionen der Zelle werden eingestellt. Die Nukleinsäure des Virus nutzt die Ressourcen der Zellen, um ihre Kopien von sich selbst zu erstellen.
4. Die Bestandteile der Kopien fügen sich zusammen um neue Viren hervorzubringen.
5. Wenn ausreichend viele Viren entstanden sind, platzt die Zelle und die Viren strömen aus, um neue Wirtzellen ausfindig zu machen. Dieser gesamte Vorgang dauert etwa 20-25 Minuten. Nach jedem Kopiervorgang (Transkription) verlassen 200-300 neue Viren die Wirtzelle.
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DER KAMPF DER FEINDE UNTEREINANDER
In den verschiedenen Körperregionen (Haut, Hautfalten, Mund, Nase, Auge, obere Atemwege, Verdauungstrakt, Genitalien) nisten sich Mikroben ein, die jedoch keine Krankheit auslösen.
Da beim Eindringen fremder Mikroben, die Lebensräume der harmlosen, angestammten Mikroben besetzt würden, kämpfen diese mit den fremden Mikroben, die in den Körper eindringen, mit all ihren Kräften, um sich ihren Lebensraum von ihnen nicht "wegschnappen" zu lassen. Man könnte die harmlosen Mikroben auch als Söldner bezeichnen. Aus Eigennutz versuchen sie die Region, in der sie sich angesiedelt haben, zu verteidigen. Somit erhalten die Verteidigungskräfte unseres Körpers mit diesen Mikroorganismen noch eine weitere unterstützende Kraft hinzu.
SCHRITT FÜR SCHRITT ZUM KRIEG
Der Krieg beginnt, wenn die eingedrungenen Mikroorganismen die Ab-wehrkräfte und die eigennützig handelnden Soldaten, die Bakterien, überwinden. In diesem Fall wird der Körper mit seinen geordneten Verteidigungstrup-pen gegen die fremden Eindringlinge einen perfekten Verteidigungskrieg führen. Die Strategie unseres Abwehrsystems besteht aus vier wichtigen Schritten;
1. Die Bestimmung des Feindes und der erste Gegenschlag;
2. Die Verstärkung der Abwehrkräfte und die Vorbereitung der Angriffswaffen
3. Der Angriff und das Gefecht
4. Die Normalisierung der Lage
| Die Makrophagen sind Elemente unseres Abwehrsystems, die an vorderster Front kämpfen. Sie vernichten jede Art von Fremdkörpern im Blut. Eine ihrer weiteren Aufgaben ist es, im Falle des Kontakts mit dem Feind die T-Zellen an den Kriegsschauplatz zu rufen. Links im Bild sieht man eine Makrophage, die versucht, mit Hilfe ihrer Zellfortsätze eine Bakterie einzufangen. Rechts versucht die Makrophage, einen eingedrungenen Fetttropfen zu neutralisieren. |
Die ersten Zellen, die den feindlichen Truppen entgegentreten, sind die Phagozyten produzierenden Makrophagen, die den Feind fressen. Diese Fresszellen kämpfen an vorderster Front, vergleichbar mit den Infanteristen einer Armee, die an der Front zum Einsatz kommen.
Überdies bilden die Makrophagen den Informationsdienst der Armee, sie sind der Geheimdienst des Abwehrsystems. Nachdem sie den Feind in Stücke zerteilt haben, bewahren sie einen Teil des Feindes auf. Dieser Teil dient zur Identifizierung des Feindes bei einem späteren erneuten Angriff und zur Erforschung von Einzelheiten des Gegners. Die Makrophagen übertragen diese Informationen an eine andere Auskunftsstelle, an die T-Helferzellen (Informationsträger).

Eine mit Bakterien bedeckte B-Zelle |
GENERALMOBILMACHUNG
Wenn ein Land in den Krieg zieht, wird landesweit eine Mobilmachung ausgerufen. Alle natürlichen Ressourcen und Gelder werden in erster Linie für Kriegsausgaben verwendet. Die Ökonomie des Landes wird völlig auf diese außergewöhnliche Situation umgestellt, das ganze Land wird mobil gemacht. Auch in unserem Körper wird in einem solchen Fall eine Mobilmachung ausgerufen. Aber wie funktioniert das?
Die in Angriffsposition gehenden Makrophagen sondern ein Sekret ab, wenn die Feinde in der Überzahl sind. Diese Absonderung heißt Pyrogen und es löst eine Art Alarm aus. Das Pyrogen legt einen langen Weg bis zum Gehirn zurück und regt das fieberauslösende Zentrum des Gehirns an. Nach dieser Anregung setzt das Gehirn den Körper in Alarmbereitschaft und die Temperatur steigt. Das Fieber zwingt den Kranken normalerweise, sich auszuruhen. Somit wird die Energie, die die Abwehrkräfte benötigen, nicht in anderen Körperregionen verbraucht. Wie man sieht, sind hier eine komplizierte Planung und Organisation vorhanden.
DIE GEORDNETE ARMEE AN DER ARBEIT
Der Kampf zwischen unserem Abwehrsystem und den fremden Mikroorganismen wird nach der "Allgemeinen Mobilmachung" - d.h. nachdem der erkrankte Mensch das Bett hüten muss, noch komplizierter. Die Phagozyten und Makrophagen waren nicht ausreichend, der ganze Körper ist in Alarmbereitschaft und das Gefecht ist heftiger geworden. Genau in diesem Augenblick treten die Lymphozyten, die T- und B-Zellen, auf den Plan.

Bei diesem Phagozytose genannten Vorgang, dehnt sich die Makrophage aus, um recht viele Bakterien zu schlucken (rechts). Die Bakterien sind von einem Zellfortsatz der Makrophage umgeklammert worden (rechts unten), und sie werden von dieser Fresszelle geschluckt (links unten). Danach zerlegen die chemischen Substanzen in der Makrophage den Angreifer und vernichten ihn. |
Die Makrophagen übertragen die Informationen, die sie über die feindlichen Kräfte erlangt haben, zu den T-Helferzellen. Diese rufen die tödlichen T- und B-Zellen zum Ort des Gefechtes. Diese Zellen sind die wirksamsten Kämpfer des Abwehrsystems.
DIE HERSTELLUNG DER WAFFEN
Sowie die B-Lymphozyten (B-Zellen) Informationen über die Feinde erlangt haben, beginnen sie sofort Waffen - die sogenannten Antikörper - herzustellen. Diese Waffen werden ähnlich wie ferngesteuerte Raketen hergestellt, die nur den Feind vernichten, über welchen sie Informationen erhalten haben. Die Herstellung ist so perfekt, dass die dreidimensionale Struktur der hergestellten Waffen genau mit der dreidimensionalen Struktur der feindlichen Organismen übereinstimmt. Diese Übereinstimmung ähnelt der Übereinstimmung zwischen einem Schloss und dem dazugehörigen Schlüssel.
Die Antikörper klemmen sich fest an den Feind. Somit wird der Feind - ähnlich wie ein Panzer, dessen Schusswaffen und Kanonen nicht funktionieren - unwirksam gemacht. Daraufhin kommen die anderen Mitarbeiter der Antikörper und vernichten endgültig den zuvor unwirksam gemachten Feind.
Hier gibt es einen besonders bemerkenswerten Aspekt: das Abwehrsystem hat Millionen unterschiedlicher Feinde. Egal wer der Feind ist, die B-Zellen können ganz genau die vollkommen passenden Waffen herstellen. Dies bedeutet; dass das Abwehrsystem die Fähigkeit hat, Millionen von Schlüsseln, die in Millionen unterschiedliche Schlösser hineinpassen, herzustellen. Dass Zellen ohne Bewusstsein die Fähigkeit haben, Millionen unterschiedlicher Antikörper herzustellen und diese Fähigkeit auch mit Erfolg durchführen, beweist uns das Wesen der Schöpfung, die ein Besitzer überragender Macht verwirklicht hat.
Doch das System ist noch viel komplizierter. Während die B-Zellen mit ihren ferngesteuerten Waffen, die Feinde zerstören, kämpfen auch die tödlichen T- Zellen heftig gegen den Feind. Einige Viren, die in eine Zelle eindringen, können sich vor den Waffen der B- Zellen verstecken. Die T- Zelle kann genau diese kranken Zellen, in denen sich der getarnte Feind versteckt, feststellen und zerstören.
NACH DEM SIEG
Nachdem der Feind besiegt wurde, tauchen die unterdrückenden T-Zellen auf. Diese Zellen beenden den Einsatz der tödlichen B- und T-Zellen, indem sie den Abwehrtruppen Waffenstillstand befehlen. So wird der Körper nicht unnötig im Mobilzustand gehalten. Nach dem Krieg sterben die meisten B- und T-Zellen ab , welche für den Kampf hergestellt worden waren. Doch dieser harte Krieg wird nicht vergessen. Während es beim ersten Kontakt eine Weile dauerte, bis der Feind identifiziert und die entsprechenden Vorbereitungen durchgeführt wurden, ist der Körper von nun an für die Verteidigung gegen diesen Feind besser vorbereitet. Eine Gruppe der Speicherzellen, die die Eigenschaften der feindlichen Kräfte kennen, sind von nun an ständig im Abwehrsystem tätig. Bei einem wiederholten Angriff kann das Abwehrsystem den Körper durch die Kenntnisse der Speicherzellen verteidigen, bevor der Feind zu stark geworden ist.
| O ihr Menschen! Ihr seid als Bedürftigte auf Allah angewiesen. Doch Allah ist der Bedürfnislose, der Preiswürdige. (Sure al-Fatir: 15) |
Die Speicherzellen sind der Grund, warum wir nicht wiederholt an Mumps oder Masern erkranken; wir also immun werden.
WER HAT DIESES SYSTEM ERSCHAFFEN?
Nach all diesen Kenntnissen sollten wir uns Nach all diesen Informationen sollten wir uns die Frage stellen, wie denn dieses hervorragende Abwehrsystem, dem wir unser Leben zu verdanken haben, entstanden ist. Es existiert ein perfekter Plan. Damit dieser funktionieren kann, wurde alles Nötige zusammengestellt, die Makrophagen, der Pyrogen-Stoff, das die Körpertemperatur erhöhende Zentrum im Gehirn, die die Körpertemperatur erhöhenden Mechanismen, B-Zellen, T-Zellen... Wie ist dieses perfekte System zustande gekommen?
Natürlich kann die Evolutionstheorie, die vorbringt, dass alles durch Zufall entstanden ist, diese komplexen Systeme nicht erklären. Die Evolutionstheorie behauptet, dass die lebenden Systeme durch kleine, aufeinander folgende Zufälle Schritt für Schritt entstanden seien. Doch dass das Abwehrsystem nicht zufällig, "schrittweise" entstanden ist, steht außer Frage. Wenn nämlich auch nur ein einziger Faktor nicht existiert oder seine Aufgabe nicht erfüllt, funktioniert das ganze System nicht und der Mensch kann sein Leben nicht weiterführen. Das System muss mit all seinen Bestandteilen tadellos und vollkommen entstanden sein. Diese Wahrheit macht den Begriff Zufall bedeutungslos.
Wer ist nun der Architekt dieser Pläne? Wer wusste von Anfang an, dass die Körpertemperatur steigen muss, dass nur so die Abwehrtruppen ihre nötige Energie bekommen würden? Die Makrophagen? Die Makrophagen sind nur kleine Zellen, die kein Bewusstsein besitzen. Sie sind nur Lebewesen, die die Befehle der höheren Systeme befolgen und ihre Aufgaben erfüllen.
Ist es der Mensch? Nein! Der Mensch ist sich nicht einmal bewusst, dass im menschlichen Körper so ein perfektes System existiert. Doch dieses System schützt ihn vor dem Tod.
Also ist es offensichtlich, dass es einen Schöpfer mit hervorragendem Wissen und hervorragender Macht geben muss, der das Abwehrsystem und den ganzen Körper erschaffen hat. Dieser Schöpfer ist Allah, der den menschlichen Körper aus nur "einem Tropfen Wasser" erschaffen hat.
DAS ABWEHRSYSTEM

Die Zahl der weißen Blutkörperchen besteht ungefähr aus einer Trillion, sie bilden eine fortschrittlich spezialisierte Abwehrtruppe. Die wichtigsten Mitarbeiter dieser Truppen und ihre Aufgaben bei einem Krieg sind unten aufgezählt. DER VIRUS Um aktiv zu werden ist der Virus von seiner Umgebung abhängig. Um sich zu vermehren, muss der Virus die Me-chanismen einer Wirtszelle verwenden. DIE MAKROPHAGE Die Makrophage ist eine Wächter- und Abwehrzelle in vorderster Front. Sie schluckt alle Fremdstoffe im Blut und verdaut sie. Wenn sie einem fremden Organismus begegnet, ruft sie sofort die T-Zellen zur Hilfe. DIE T-HELFERZELLE Sie haben die Führung des Immun-systems übernommen. Nachdem sie den Feind feststellen, gehen sie zu den Lymphknoten und zur Milz und fordern die anderen Zellen auf, gegen die Krankheitserreger zu kämpfen. DIE TÖDLICHE T-ZELLE Diese Zellen werden von den T- Helferzellen in Aktion versetzt. Sie vernichten die von fremden Organismen eroberten Zellen und auch Krebszellen. DIE B-ZELLE Diese Zellen sind eine Waffenfabrik und befinden sich in den Lymphknoten und in der Milz. Sofort nach der War-nung der T-Zellen beginnen sie starke chemische Waffen, die Antikörper herzustellen. DIE ANTIKÖRPER Dieses Y-förmige Proteinmolekül klammert sich an den Krankheitserreger, macht ihn wirkungslos und zur Zielscheibe der tödlichen T-Zellen. DIE UNTERDRÜCKENDE T-ZELLE Diese dritte Form der T-Zellen verlangsamt die Wirkung der anderen T- und B-Zellen oder stoppt ihre Tätigkeit völlig. Nachdem die Krankheit besiegt wurde, stoppt sie den Angriff. DIE SPEICHERZELLE Sie sind die ersten Zellen, die nach einer Krankheit produziert werden. Sie halten sich jahrelang im Körper auf, und bei einem wiederholten Befall derselben Krankheitserreger bewirken sie, dass die Verteidigung viel schneller und wirkungsvoller abläuft, als bei der ersten Infektion. |